ABDA will weniger Medikationspläne

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Der ABDA zufolge entspricht die eigene Forderung dem Standard: „National wie auch international hat sich als Definition eine zeitgleiche Anwendung von fünf oder mehr Arzneimitteln (und meist beschränkt auf systemisch wirkenden Arzneimittel/-stoffe in der Daueranwendung) durchgesetzt.“ Beispielhaft werden der Arzneiverordnungsreport, der Barmer-Arzneimittelreport oder der Versorgungsreport der AOK genannt sowie Defintionen aus den USA, Australien oder anderen europäischen Ländern.

Ab einer Anzahl von fünf Arzneimitteln stiegen arzneimittelbezogene Probleme wie unerwünschte Arzneimittelwirkungen (UAW), mangelnde Adhärenz oder Interaktionen überproportional an, heißt es in der Stellungnahme. Damit nehme auch das Risiko von Komplikationen und Krankenhausaufenthalten deutlich zu.

Im ersten Entwurf zum E-Health-Gesetz war tatsächlich von mindestens fünf Arzneimitteln die Rede. Professor Dr. Martin Schulz, ABDA-Geschäftsführer Pharmazie, hatte dies im Januar kritisiert. Beim Modellprojekt ARMIN werde der Medikationsplan auch für Patienten ausgestellt, die weniger als fünf Arzneimittel erhielten, wenn Arzt oder Apotheker einen Bedarf sähen. Gröhe hatte die Mindestgrenze im April auf drei Arzneimittel gesenkt. Insofern könnte die ABDA mit ihrer aktuellen Begründung bei der Politik womöglich durchdringen.

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