ABDA will weniger Medikationspläne

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Berlin - Heute in einer Woche bekommen die Apotheker noch eine Chance. Dann findet im Gesundheitsausschuss des Bundestages die öffentliche Anhörung zum E-Health-Gesetz statt. Die ABDA versucht mit allen Mitteln, die Apotheker doch noch ins Spiel zu bringen. In ihrer neuen Stellungnahme ist die ABDA offenbar zu einem Zugeständnis bereit: Demnach sollen weniger Patienten als bislang geplant Anspruch auf einen Medikationsplan haben.

Laut dem aktuellen Entwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) kann jeder Patient mit mindestens drei verordneten Arzneimitteln von seinem Arzt einen Medikationsplan in Papierform erhalten. Die Apotheker würden die Pläne gern ebenfalls ausstellen dürfen, zumal daran anknüpfende Dienstleistungen die Arbeit der Apotheker aufwerten soll.

Das lehnt die Regierung bislang jedoch ab. Bei der ABDA hofft man auf das parlamentarische Verfahren. Der Bundesrat hatte sich immerhin schon für eine Einbeziehung der Pharmazeuten ausgesprochenbei Gröhe aber kein Gehör gefunden. Möglicherweise befürchtet die Politik, von den Apothekern mit Honorarforderungen konfrontiert zu werden, sollten diese zu stark eingebunden werden.

Die ABDA hält daran fest, dass die Patienten sich ihren Medikationsplan auf Wunsch auch in einer von ihnen gewählten Apotheke ausstellen lassen können. Einen gesetzlichen Anspruch sollten laut ABDA aber nur noch Versicherte haben, „die gleichzeitig mindestens fünf verordnete Arzneimittel anwenden“, heißt es in der Stellungnahmen [Hervorhebung im Original].

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