DAV-Tipps: Apotheker, bitte kurzfassen

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Berlin - Ab dem 1. Oktober startet das Zeitalter des neuen Medikationsplans. Patienten mit drei und mehr regelmäßigen Medikationen haben nach den Buchstaben des E-Health-Gesetzes einen Anspruch auf Ausstellung einer persönlichen Medikationsliste mit Hinweisen zur Einnahme und Wechselwirkungen. Die Ärzte stellen den Medikationsplan aus. Die Apotheker dürfen ergänzen. Jetzt hat der Deutsche Apothekerverband (DAV) Handlungshinweise für die Umsetzung formuliert. Kein Apotheker ist danach gezwungen, den Medikationsplan per Computer zu pflegen. Aber gut lesbar und verständlich sollten die Ergänzungen schon sein.

„Der Medikationsplan ist ein Dokument für den Versicherten. Alle Angaben sollten daher in laienverständlicher Form erfolgen“, heißt es in den FAQs des DAV. Die Angaben zu Wirkstoff, Handelsname und Stärke könnten die Apotheker in der Regel aus ihrer Arzneimitteldatenbank entnehmen.

Apotheker und Ärzte hätten sich dazu „auf verbindliche patientenverständliche Schlüsselworte für Darreichungsformen und Dosiereinheiten verständigt. „Diese Schlüsselworte sind bei handschriftlichen Einträgen jedoch nicht zwingend“, so der DAV. Und verbindliche Schlüsselworte für Anwendungshinweise und Einnahmegründe existierten derzeit nicht.

Kurz fassen sollen die Apotheker bei ihren Ergänzungen: Anwendungshinweise sollten sich auf das Wesentliche fokussieren: „Handschriftliche Ergänzungen sind auf das Notwendigste zu beschränken und sollen deutlich lesbar erfolgen“, so der DAV-Hinweis.

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