Corona-Schutz kostet 1700 Euro pro Apotheke

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Berlin - Die Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit Corona kosten jede Apotheke rund 1700 Euro. Das hat eine Umfrage des Apothekerverbands Nordrhein (AVNR) ergeben.

Jeder zehnte Apothekenleiter in Nordrhein hat zwischen 19. und 28. Mai an der Umfrage seines Verbands teilgenommen, insgesamt waren es mehr als 250 Kollegen. Demnach beziffern sich die durchschnittlichen Gesamtkosten für coronabedingte Schutzmaßnahmen pro Apotheke auf 1714 Euro. Hochgerechnet auf die 2102 im Verband organisierten Apotheken (98 Prozent) wurden alleine in Nordrhein 3,6 Millionen Euro investiert.

„Die Apothekenleiter/innen und ihre Teams haben in einer krisenbedingten Ausnahmesituation besonderes Engagement gezeigt“, lobt Verbandschef Thomas Preis. „Nicht nur mit der weiteren Aufrechterhaltung der Arzneimittel- und Gesundheitsversorgung der Menschen vor Ort. Vielmehr haben sie auch zum Schutz der Patienten und der eigenen Mitarbeiter in erheblichem Umfang in wirkungsvolle Präventionsmaßnahmen investiert.“ Ein nachhaltiger Beleg für die Wirksamkeit der frühzeitig ergriffenen Maßnahmen sei auch, dass keine der über 2000 Mitgliedsapotheken coronabedingt schließen musste, so Preis weiter.

Neben Einmalkosten zum Beispiel für die Einrichtung eines Spuckschutzes, fallen laut Verband laufende Sachkosten, etwa für Desinfektionsmittel und Schutzmasken für die Mitarbeiter, sowie zusätzliche Personalkosten als Folge von Schichtbetrieb, Botendienst und mehr Kundenberatung an.

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