CDU-Vorsitz: Spahn gibt nicht auf

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Berlin - Zur Halbzeit im Rennen um den CDU-Vorsitz hat Generalsekretärin Annegret Kramp-Karrenbauer laut einer Umfrage ihren Vorsprung in der Gunst der Unions-Anhänger ausgebaut. 38 Prozent von ihnen meinen laut dem aktuellen ZDF-„Politbarometer“, dass die frühere saarländische Ministerpräsidentin Nachfolgerin von Angela Merkel als CDU-Chefin werden sollte. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als vor zwei Wochen. Der frühere Unionsfraktionschef Friedrich Merz kommt demnach auf 29 Prozent (minus 4), Bundesgesundheitsminister Jens Spahn nur auf 6 Prozent (minus 1). Trotzdem will Spahn nicht aufgeben.

Vier Regionalkonferenzen haben die drei prominenten Kandidaten hinter sich, vier kommen noch: Die letzte Vorstellungsrunde findet am 30. November in Berlin statt. Trotz seines riesigen Abstandes zu Kramp-Karrenabauer und Merz spürt Spahn Rückenwind, rechnet sich weiter gute Chancen aus und schließt einen Rückzug von seiner Kandidatur aus. „Ich habe das Gefühl: Die Stimmung dreht sich“, sagte er dem „Focus“. Entscheidend seien nicht die Werte in Umfragen, sondern die Delegierten auf dem Parteitag Anfang Dezember. Deshalb wolle er seinen parteiinternen Wahlkampf weiterführen und den Rückstand bei den Zustimmungswerten zu seinen Mitbewerbern Friedrich Merz und Annegret Kramp-Karrenbauer aufholen.

Während Spahn und Merz dem konservativen CDU-Lager zugerechnet werden, wird Kramp-Karrenbauer trotz teils anderer Akzente weitgehend als Politikerin gesehen, die Merkels Kurs mitgetragen hat und wie Merkel einen pragmatischen Stil pflegt. Zugleich zeigten sich in den Regionalkonferenzen bisher weitgehende Übereinstimmungen zwischen den Dreien: Kramp-Karrenbauer bemühte sich, auch konservative Anhänger zu überzeugen, Spahn wie Merz beteuerten, die Partei nicht nach rechts rücken zu wollen.

Mehrfach verwies Spahn auf seine Arbeit als Bundesgesundheitsminister. Erst offen und sachlich diskutieren, dann die Probleme lösen, lautet Spahns Politikangebot mit Verweis auf die Pflegegesetzgebung und den Wartezeiten in Arztpraxen. Apothekenthemen spielten in den Konferenzen noch keine Rolle.

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