Becker kritisiert knausrige Kassen

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Berlin -

Die Arzneimittelausgaben der Krankenkassen sind im vergangenen Jahr um 6 Prozent auf 38,4 Milliarden Euro gestiegen. Allerdings ist die ein Bruttowert, wie die Abda mitteilt: Die Einsparungen durch Rabattverträge, die bereits in den ersten neun Monaten bei rekordverdächtigen 3,5 Milliarden Euro (plus 10 Prozent) gelegen hätten, seien darin noch nicht berücksichtigt.

Den Zahlen zugrunde liegen erste Berechnungen des Deutschen Apothekerverbandes (DAV) auf Basis der Abrechnungsergebnisse von Apothekenrechenzentren. Während sich die Anzahl der GKV-Versicherten im Jahresdurchschnitt um 300.000 (plus 0,4 Prozent) auf 73,1 Millionen erhöhte, stieg auch die Zahl der verordneten Arzneimittel um 0,6 Prozent auf 718 Millionen. Die Rahmenvorgaben von Ärzten und Krankenkassen waren für 2019 von einem GKV-Ausgabenwachstum von 4,1 Prozent ausgegangen.

„Mehr und ältere Versicherte sowie der medizinische Fortschritt sorgen im Gesundheitswesen für höheren Aufwand und damit auch für höhere Kosten. Die Arzneimittelausgaben liegen natürlich auch genau in diesem Trend“, sagt DAV-Vorsitzender Fritz Becker: „Nur ein Bruchteil der Ausgaben für die Arzneimittelversorgung geht jedoch an die Apotheken. Ihr Anteil an den GKV-Gesamtausgaben liegt seit Jahren stabil unter 2,5 Prozent.“

Dagegen stiegen die Beitragseinnahmen der Krankenkassen wegen der soliden Konjunktur- und Arbeitsmarktlage weiterhin an. „Leider wollen manche Kassenmanager trotz gut gefüllter ‚Sparstrümpfe‘ eher weitere Leistungen für ihre Versicherten kürzen, statt zukunftsweisende Angebote zu finanzieren. Das ist der falsche Weg aus Sicht der Versicherten und der Gesellschaft.“

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