Bayern

Grippeimpfstoffe von Mylan und Seqirus

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Berlin -

In der Grippeversorgung für Bayern kommt ein neues Unternehmen zum Zug: Der Zuschlag für Impfstoffe mit Kanüle ging an Seqirus. Ganz neu ist der Hersteller aber nicht: Unter der Marke hat CSL Anfang des Jahres sein eigenes Impfstoffgeschäft, bioCSL, und das deutsche Grippeimpfstoffgeschäft von Novartis zusammengeführt. Damit wurde die Übernahme der Novartis-Vakzine durch CSL abgeschlossen.

Die AOK Bayern hat nun die Zuschläge für die Impfstoffversorgung erteilt. Mylan soll bayernweit Impfstoffe ohne Kanüle liefern, Seqirus ist für Spritzen mit fester, beigelegter oder abnehmbarer Kanüle verantwortlich. Die Verträge laufen zunächst von Juli bis Ende Juni 2017, können aber einmalig um ein Jahr verlängert werden.

Mylan beliefert 2016/2017 nicht nur Bayern, sondern auch Hamburg, Nordrhein-Westfalen, Sachsen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen mit Impfstoffen mit Kanüle. Außerdem versorgt Mylan Teile Niedersachsens mit Impfstoffen ohne Kanüle.

Auch bioCSL hat – unter altem Namen – bereits Lose für sich gewinnen können: In Nordrhein-Westfalen, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein, einen Teil von Sachsen und einen Teil von Niedersachsen liefert das Unternehmen Impfstoffe ohne Kanüle.

Sanofi Pasteur MSD ist der dritte große Player und versorgt Hamburg und Thüringen sowie Teile von Niedersachsen und Sachsen mit Impfstoffen ohne Kanüle. Das Joint Venture hatte im März angekündigt, die Zusammenarbeit bis Ende des Jahres zu beenden. Die Impfstoffe gehen an den jeweiligen Entwickler zurück, im Fall von Vaxigrip ist das Sanofi Pasteur, die Impfstoffsparte von Sanofi.

In den vergangenen zwei Saisons wurde Bayern von Abbott und Sanofi Pasteur MSD versorgt. Damals hatte es zwei Anläufe gebraucht, weil im ersten Verfahren „kein wirtschaftliches Ergebnis“ erzielt worden war.

Die Losgebiete München/Oberbayern und Mittelfranken/Schwaben waren Anfang Mai 2014 an Sanofi Pasteur MSD gegangen. Die Regionen Ober- und Unterfranken sowie Niederbayern und die Oberpfalz mussten ein zweites Mal ausgeschrieben werden und gingen dann an den US-Konzern.

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