BaWü: Impfpass reicht nicht mehr

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Berlin -

Überall in Deutschland spielen die Apotheken derzeit „Corona-Polizei“ und ziehen massenhaft gefälschte Impfpässe aus dem Verkehr. Doch es könnte noch schlimmer kommen. Denn viele Menschen haben noch gar kein Zertifikat, sondern weisen sich bei 2G-Beschränkungen mit ihrem Impfpass aus. Damit soll nun in Baden-Württemberg Schluss sein.

Mit der neuen Corona-Verordnung soll der QR-Code zur Pflicht werden. Als Nachweis für die Impfung gegen das Coronavirus soll nur noch das Zertifikat auf dem Handy oder in ausgedruckter Form erlaubt sein, der gelbe Impfpass soll nicht mehr ausreichen. Eine Übergangsfrist ist bis 1. Dezember vorgesehen.

Wer danach Zugang zu 2G- oder 2G plus-Veranstaltungen wünscht, muss den QR-Code vorzeigen, der bei der Impfung ausgestellt wird oder nachträglich in Apotheken gegen Vorlage des Impfnachweises ausgestellt wird. Hintergrund ist laut Sozialministerium, dass sich der gelbe Impfpass nicht zur digitalen Kontrolle eignet. „Dadurch wollen wir sicherstellen, dass es Impfpassfälscher künftig schwerer haben“, so Minister Manne Lucha (Grüne).

Allerdings wird die Kontrolle einmal mehr auf die Apotheken abgewälzt. Derzeit kontrollieren auch die Ordnungsämter, ob Menschen beispielsweise auf Weihnachtsmärkten geimpft sind. Fällt ein Impfpass auf, wird dieser abfotografiert und auf Echtheit kontrolliert. Dieses aufwändige Verfahren entfällt dann – die Kontrolleure vertrauen dann auf das Zertifikat.

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