Apothekermangel: 139 Tage bis zur Besetzung

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Hier sieht es beispielsweise bei den Humanmedizinern schon wieder anders aus: sie liegen mit 234 Arbeitslosen auf 100 Stellen deutlich über der Engpassgrenze, die die Agentur als zwei Arbeitslose je gemeldeter Stelle definiert. Dafür gestaltet sich ihre berufsspezifische Arbeitslosenquote mit 1,2 Prozent noch drastischer. Laut Arbeitsagentur ist Berlin das einzige Bundesland, das bei Humanmedizinern weder einen Mangel noch Anzeichen für einen Engpass hat.

Allgemein betrifft der Fachkräftemangel nach wie vor den gesamten Gesundheitssektor. Besonders alarmierende Werte lassen sich – wenig überraschend – bei der Alten- und Krankenpflege ausmachen. Gerade einmal 0,6 beziehungsweise 0,7 Prozent ist hier die berufsspezifische Arbeitslosigkeit. Auf 100 gemeldete Stellen in der Altenpflege kommen gerade einmal 27 Arbeitslose, oder in absoluten Zahlen: 11.300 Stellen müssen besetzt werden, es gibt aber lediglich 3000 arbeitslose Pfleger.

Besonders auf dem Land ist der Fachkräftemangel beim Apothekenpersonal chronisch und steuert einen wesentlichen Teil zum Apothekensterben bei. Inhaber weichen neben kreativen Ausschreibungspraktiken zunehmend auch auf die Rekrutierung von Fachkräften aus dem Ausland aus, während für die verbleibenden Apotheker die Arbeitsbelastung kontinuierlich steigt.

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