Nach gut drei Jahren soll es nun losgehen: Der Abda-Datenhub geht nun in die Informations- und Teilnahmephase über.
Nach den konzeptionellen, technischen und datenschutzbezogenen Vorarbeiten sowie der Testung und Validierung der Prozesse startet der geplante Abda-Datenhub nun in die nächste Projektphase.
„In der laufenden Informations- und Teilnahmephase besteht das Ziel in den kommenden Wochen darin, interessierte Apotheken schrittweise an den Abda-Datenhub anzubinden“, erklärt ein Sprecher auf Anfrage.
Um mitzumachen, sei die Abgabe einer Vereinbarung zur Datenübermittlung sowie das Übersenden einer Einwilligungserklärung an die Abda-Geschäftsstelle notwendig. „Nach erfolgreicher Prüfung der Dokumente durch die Abda wird der weitere Onboarding-Prozess gestartet“, erklärt der Sprecher.
Der Hessische Apothekerverband (HAV) hat seine Mitglieder in einem Rundschreiben zur Teilnahme aufgerufen. „Mit dem neuen Abda-Datenhub schafft die Abda eine gemeinsame Datenbasis, um die wirtschaftliche Situation und die Versorgungsleistung der Apotheken fundiert darzustellen“, heißt es in dem Schreiben.
Gerade im Hinblick auf zukünftige Honorarverhandlungen gewinne diese Datenbasis weiter an Bedeutung. „Je mehr Apotheken teilnehmen, desto aussagekräftiger werden die Ergebnisse und desto stärker können die Interessen der Apothekerschaft vertreten werden.“
Wenn eine Apotheke die erforderlichen Dokumente zur Teilnahme übersendet hat, werden die erforderlichen Daten automatisiert aus dem Warenwirtschaftssystem übermittelt. Aktuell unterstützt wird dabei die Anbindung für Warenwirtschaftssysteme von ADG, CGM Lauer Fischer, Noventi und Pharmatechnik; weitere Anbieter sollen aber folgen. Die Teilnahme sei freiwillig und kostenfrei.
Außerdem habe der Datenschutz hohe Priorität. „Übermittelt werden ausgewählte Betriebsdaten, beispielsweise zu Verkäufen, Wareneingängen, Lagerbeständen, Retouren oder Nichtverfügbarkeiten. Patienten-, Kunden- und Personaldaten werden nicht erfasst“, erklärt der Verband. Die Datenübermittlung erfolge pseudonymisiert und Auswertungen würden nur anonymisiert bereitgestellt. Die Speicherung der Daten erfolge über eine Cloud-Infrastruktur.
„Nutzen Sie daher die Möglichkeit zur Teilnahme und unterstützen Sie den Aufbau einer starken Datengrundlage für die Zukunft der Apotheken“, appelliert der HAV.