Noch bis morgen können die Mitglieder des Hessischen Apothekerverbandes (HAV) ihre Stimme für den Vorstand ab 2027 abgeben. Unter den Wahlvorschlägen finden sich bekannte Gesichter: So stellt sich der HAV-Vorsitzende Holger Seyfarth erneut zur Wahl – und wirbt mit dem Slogan „Mit Holger Seyfarth als HAV-Vorsitzendem bleiben wir das Schwergewicht in der Interessenvertretung für die Anliegen von uns Inhaberinnen und Inhabern!“
Auch in der nächsten Amtsperiode möchte der aktuelle Vorstandsvorsitzende Seyfarth den Apothekerverband leiten. Bereits seit 2017 steht er dem HAV vor. Gemeinsam mit Miriam Oster, die seit 2023 die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im HAV verantwortet, und dem stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Guido Kruse tritt er nun erneut an.
Der HAV habe mit seiner aktuellen Spitze in den vergangenen Jahren viele Erfolge zu verzeichnen, werben Seyfarth, Oster und Kruse. „Unser Wort als ‚Praktiker vor Ort‘ zählt wieder etwas in Wiesbaden!“, heißt es in der Wahlwerbung. Der HAV sei heute ein parteiübergreifend geschätzter Gesprächspartner im Hessischen Landtag und im Gesundheitsministerium. Zudem habe man die Apothekerschaft durch Protesttage, intensive Öffentlichkeitsarbeit und regelmäßige politische Gespräche nachhaltig gestärkt. Die HAV-Geschäftsstelle sei zudem mit ihrem Beratungs- und Serviceangebot ein „starker Partner und Dienstleister“ für die Mitglieder.
Sie geben auch einen Blick in künftige Bereiche. Im September ist mit der zweiten Verordnung auch der letzte Teil des Apothekenreformpakets beschlossen worden. Am Ende der Arbeit ist die Apothekerschaft damit aber nicht. In vielen Aspekten, wie beispielsweise bei den Kompetenzerweiterungen, hat die Politik zwar den Rahmen gesetzt, Details müssen aber noch ausgearbeitet werden. „Jetzt braucht es unsere langjährige Erfahrung und hervorragende Vernetzung zu Landes- und Bundespolitik, um sie in Hessen zur wirtschaftlichen und organisatorischen Stärkung der Apotheken mit Leben zu erfüllen“, erklären die drei Kandidierenden.
Mit der Sparreform soll ab dem kommenden Jahr auch der Apothekenabschlag steigen. Die drei Kandidaten versprechen, sich für die Abschaffung des zusätzlichen Apothekenabschlags einzusetzen. Außerdem wollen Seyfarth, Oster und Kruse den Versendern den Kampf ansagen: Sie wollen gegen die Zuzahlungsrabatte des europäischen Versandhandels kämpfen und sprechen sich für ein Verbot des Versands verschreibungspflichtiger Arzneimittel aus.
Dem Fachkräftemangel wollen die drei Kandidaten durch Nachwuchsförderung und schnellere Anerkennungsverfahren begegnen. „Starke Apotheken brauchen Fachkräfte: Die Gründung neuer PTA-Schulen in Hessen und die schnellere Anerkennung von Berufsabschlüssen aus dem Ausland stehen ganz oben auf unserer Agenda“, erklären die drei.
„Wählen Sie uns mit allen drei Stimmen, damit der hessische Weg weiterhin konsequent verfolgt wird!“, appellieren die Kandidierenden.
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