Arzneimittelsortimente

Vergessene Klassiker, erloschene Zulassungen Patrick Hollstein, 29.06.2016 15:24 Uhr

Berlin - Eine ganze Reihe von Medikamenten verschwindet in diesen Wochen aus den Apotheken. Die Hersteller räumen ihr Portfolio auf, betroffen sind vor allem Altoriginale. Selten nachgefragte Packungen werden eingestellt, bei anderen Präparaten verzichten die Hersteller gleich ganz auf die Zulassung.

Vier Produkte sind ab 1. Juli nicht mehr verkehrsfähig, weil die Zulassung erlischt. Dies betrifft etwa das Parkinsonmittel Dopergin (Lisurid) von Bayer. Der Hersteller ruft deshalb die kompletten Bestände über den Großhandel zurück. Betapharm verzichtet auf die Zulassungsverlängerung für Haemoprotect (Eisen) und ruft alle Chargen des Medikaments gegen Eisenmangel über NextPharma zurück. Bei Bicalutamid war die Zulassung bereits Anfang Juni erloschen.

Puren nimmt Topiramat nicht mit in die neue Welt; das Produkt wird aus wirtschaftlichen Erwägungen aufgegeben. Die Zulassung für das unter der bisherigen Marke Actavis vertriebene Antiepileptikum erlischt ebenfalls zum 1. Juli. Auch hier sollen die Bestände über den Großhandel zurückgeschickt werden. Axicorp verzichtet auf Reimporte von Cordarone 200mg (Amiodaron). Die Dermapharm-Tochter verliert die Zulassung zum 1. Juli; alle Chargen des Medikaments müssen daher zurück. Apotheker sollen die Hotline kontaktieren.

Den Rückruf vergessen offenbar Riemser: Die fiktive Zulassung für Vagantin (Methantheliniumbromid) ist bereits seit April nicht mehr gültig, mehrere Apotheken wunderten sich laut Arzneimittelkommission (AMK), dass das Medikament in der Software als „nicht verkehrsfähig“ gekennzeichnet war. Offenbar war man an der Küste davon ausgegangen, dass keine Ware mehr im Markt ist. Nun soll doch noch ein Rückruf folgen.

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