Tränenflüssigkeit als Infektionsquelle?

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Kein Ansteckungsrisiko nachgewiesen

Die Wissenschaftler konnten kein Ansteckungsrisiko nachweisen: Alle Tests fielen negativ aus und auch in den Zellkulturen waren keine zytopathischen Effekte nachweisbar. Die Abstriche aus dem Nasen-und Rachenraum waren jedoch während der Erkrankung alle positiv. Aufgrund der Ergebnisse gehen die Forscher davon aus, dass die Bindehaut nicht zu den wichtigsten Eintrittspforten für eine Sars-CoV-2-Infektion gehört und das Ansteckungsrisiko über die Tränenflüssigkeit gering ist.

Augensymptome: Möglich, aber selten

Grundsätzlich tritt die Symptomatik im Bereich der Augen bei Covid-19 eher selten auf: Es gibt eine Studie mit 534 Covid-19-Patienten, die im Mobile Cabin Hospital und Tongji Hospital rekrutiert wurden. Untersucht wurde der Zusammenhang zwischen Sars-CoV-2 und Augenmanifestationen. Das mittlere Alter der Patienten betrug 40 beziehungsweise 50 Jahre. 25 Patienten (4,7 Prozent) hatten eine Bindehautentzündung, mit einer durchschnittlichen Dauer von 4,9 ± 2,6 Tage hielt diese zwischen zwei und zehn Tagen an.

Die Patienten beschrieben jedoch weitere Beschwerden wie ein trockenes Auge (21 Prozent), verschwommenes Sehen (13 Prozent) und Fremdkörpergefühl (12 Prozent). 62 Prozent gaben an, einen Hand-Augen-Kontakt gehabt zu haben. Zudem wurden für einige Patienten Augensymptome in der Vorgeschichte dokumentiert.

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