Diabetisches Makulaödem

Novartis: Gute Ergebnisse für Beovu

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Berlin -

Novartis hat mit seinem Augenmittel Beovu (Brolucizumab) auch nach einer zweijährigen Behandlungsdauer gute Ergebnisse in der Behandlung des diabetischen Makulaödems (DME) erzielt. DME ist eine Augen-Komplikation bei Patient:innen mit Diabetes, die die Sehschärfe stark beeinträchtigen und schließlich zur Erblindung führen kann.

Die Ergebnisse der klinischen Phase-III-Studie Kestrel bestätigten die Ergebnisse des ersten Jahres mit einem insgesamt günstigen Nutzen-Risiko-Profil, teilte der Konzern am Donnerstag mit. Dabei habe das Mittel von Novartis eine Verbesserung der Sehschärfe gezeigt, die mit der des ersten Jahres übereinstimmte.

Von den Beovu-Patientinnen, die das erste 12-wöchige Dosierungsintervall abschlossen hatten, blieben 70 Prozent bis zum zweiten Jahr bei der 12-wöchigen Dosierung. Dies zeige, dass DME-Patient:innen im Vergleich zur derzeitigen Standardtherapie Aflibercept weniger Injektionen erhalten könnten. Aflibercept wird unter dem Handelsnamen Eylea außerhalb der USA vom Pharma- und Agrarchemiekonzern Bayer vertrieben.

Was ist Brolucizumab?

Bei dem monoklonalen Antikörper (MAK) handelt es sich um ein humanisiertes Einzelketten-Antikörperfragment (single-chain antibody fragment; scFv). Der Antikörper gehört zu den Vascular Endothelial Growth Factor Inhibitoren (VEGF-Inhibitoren). VEGF fasst Proteine verschiedener Gruppen zusammen, die als Signalmoleküle unterschiedliche Aufgaben in den vaskulären Geweben des Menschen erfüllen. VEGF-A ist wichtig für die Angiogenese (Bildung neuer Gefäße) im Auge. Brolucizumab bindet an alle Formen von VEGF-A und reduziert dadurch die Neubildung von Netzhautgefäßen und die Ausprägung von Retinaödemen. Der MAK besitzt ein geringes Molekulargewicht von 26 Kilodalton (kDa), wodurch die Gewebepenetration und die Clearance des Arzneistoffs verbessert wird.

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