Mindestens sechs Monate

Natpar: Drohender Lieferengpass ab Juli

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Berlin -

Der Hersteller Takeda informiert in Abstimmung mit der Europäischen Arzneimittel-Agentur (EMA) und dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) über den drohenden Lieferengpass von Natpar (Parathyroidhormon).

Parathyroidhormon – kurz PTH – wird als Zusatztherapie bei erwachsenen Patient:innen mit chronischem Hypoparathyreoidismus verwendet, deren Erkrankung sich durch die Standardtherapie allein nicht hinreichend kontrollieren lässt. Dabei handelt es sich um einen Mangel des Parathormons. Es kommt zu niedrigen Calciumspiegeln im Blut (Hypokalzämie), wodurch verschiedene Symptome entstehen können, darunter:

  • Kribbeln in den Händen oder um den Mund herum
  • Muskelkrämpfe
  • Tetanie (schmerzhafte Muskelkrämpfe, die in regelmäßigen Abständen auftreten)

Ausgelöst wird Hypoparathyreoidismus häufig durch eine Autoimmunerkrankung, eine behandlungsbedingte Schädigung der Nebenschilddrüsen oder die Entfernung der Drüsen während einer Operation.

Parathyroidhormon gilt als eine besondere Behandlungsoption der Erkrankung. Nun informiert Takeda über einen zu erwartenden Lieferengpass von Natpar in der Stärke 100 µg/Dosis als Pulver und Lösungsmittel zur Herstellung einer Injektion ab Anfang Juli.

Herstellungsprobleme führen zu Engpass

Grund für die Verzögerungen sind Herstellungsprobleme. Die genannte Stärke kann voraussichtlich ab Juli nicht mehr ausgeliefert werden. Die Dauer des Lieferenpasses gibt Takeda mit mindestens sechs Monaten an. Es wird empfohlen, keine neuen Patient:innen auf Natpar einzustellen, bis der Engpass behoben ist – diese Empfehlung gilt für alle Dosierungsstärken.

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