Phytopharmaka

Leberkontrolle: Umckaloabo rettet Kava nicht APOTHEKE ADHOC, 13.02.2019 08:00 Uhr

Berlin - Der Rechtsstreit um Kava geht bereits in das 19. Jahr. Alles begann 2001, als das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) wegen des Verdachts auf Leberschädigungen ein Stufenplanverfahren einleitete. Jetzt hat die Behörde beim Verwaltungsgericht Köln (VG) durchgesetzt, dass Patienten maximal zwei Monate behandelt werden dürfen und alle zwei Wochen ihre Leberwerte kontrollieren lassen müssen. Der Verweis auf Umckaloabo half den Herstellern nichts.

Eigentlich hätte 2015 alles vorbei sein können. Damals bestätigte das Oberverwaltungsgericht Münster (OVG) ein Urteil des VG, mit dem der Widerruf der Zulassungen vom 14. Juni 2001 aufgehoben worden war. Fraglich war zuletzt nur noch die nicht unerhebliche Frage, unter welchen Auflagen die Arzneimittel ihr Comeback feiern könnten. Dies sollte vor dem VG geklärt werden.

Die Richter schlugen im Dezember einen Vergleich vor, den die Parteien auch akzeptierten, der aber am letzten Tag der Frist vom BfArM widerrufen wurde. Somit drehte der Fall vor dem VG eine weitere Runde. Am 22. Januar kamen die Richter zu einem Urteil – nach dem Kava-Präparate als Therapieoption weiterhin ein unattraktiv bleiben.

So ist laut Urteil die Tageshöchstdosis auf 200 mg Kava-Pyrone begrenzt, die Packungsgröße auf 30 Tage. Maximal zwei Monate lang dürfen Patienten über 18 Jahren behandelt werden. Während dieser Zeit müssen sie sich alle zwei Wochen einer Leberkontrolle unterziehen; außerdem gibt es Warnhinweise in Fach- und Gebrauchsinformation.

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