Wer, wenn nicht die Apotheker!

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Zunächst müssen die kritischen Wechselwirkungen natürlich im Team bekannt sein und im Einzelfall thematisiert werden. Wie bei jeder Comedikation muss der Apotheker dann die Risiken abwägen und die Patientin aufklären, ohne sie zu verunsichern. In diesem Fall liegt vielleicht ein besonderes Augenmerk auf der Gefahr, das Arzneimittel zu trivialisieren.

Den OTC-Switch haben die Apothekerkammern sehr ernst genommen und ihre Mitglieder in zahlreichen Fortbildungen geschult. Die Bundesapothekerkammer hat einen Leitfaden mit Checkliste herausgegeben, der sich in der Praxis offenbar bewährt. Jetzt muss auch die neue Vorgabe berufsintern gut kommuniziert werden, damit die Teams in der Apotheke ihre Souveränität behalten. Denn jede Kundin mit Wunsch nach Pille danach und einer kritischen Comedikation an den Arzt zu verweisen, wäre eine Bankrotterklärung der Pharmazeuten.

Die Apotheker sollten dies als große Chance begreifen: Sie können bei einem ehemals verschreibungspflichtigen Arzneimittel die Dosis selbstständig anpassen. Das ist noch weit weg von pharmazeutischen Visionen wie der eigenständigen Folgeverordnung oder dem Impfen in der Apotheke – aber es ist ein Schritt in diese Richtung. Wer, wenn nicht die Apotheker, kennen sich mit Wechselwirkungen aus?

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