PEI: Aluminium ist ungefährlich

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Berlin - Impfstoffe mit Aluminiumzusatz sind nicht gesundheitsschädlich. Zu diesem Schluss kommt das Paul-Ehrlich-Institut (PEI) nach einer Sicherheitsbewertung. Durch Impfungen werde deutlich weniger Aluminium aufgenommen als durch die Nahrung, der Beitrag zur Gesamtmenge sei unwesentlich. Wissenschaftliche Daten untermauerten das. Der Nutzen des Impfens überwiege bei weitem die Risiken.

Das PEI folgt damit der Weltgesundheitsorganisation WHO, die sich zuletzt 2012 zu dem Thema geäußert hatte. Weder aus klinischen Studien noch aus Spontanmeldungen von Nebenwirkungen ergebe sich ein Hinweis auf eine Toxizität von Impfstoffen mit Aluminium-Adjuvans. Die Behörde reagiert mit der Sicherheitsbewertung auf vermehrte Anfragen zur Sicherheit der Impfungen.

Die Untersuchung des PEI basiert auf einer umfangreichen Literaturrecherche. Sowohl Fachartikel als auch internationale Leitlinien sowie interne Daten aus Nebenwirkungsmeldungen wurden berücksichtigt. Drei Aspekte standen dabei im Fokus: Die lokale Verträglichkeit an der Injektionsstelle wurde ebenso bewertet wie das Risiko der Makrophagischen Myofasziitis (MMF). Ein besonderes Augenmerk lag auf der Bewertung der systemischen Toxizität.

Lokale Reaktionen an der Injektionsstelle der Impfstoffe werden regelmäßig gemeldet. Das PEI bestätigt einen direkten Zusammenhang zwischen auftretenden Verhärtungen des Muskels und dem Adjuvans. Es wird davon ausgegangen, dass kleinste Mengen Aluminium beim Durchstechen der Haut Granulome auslösen können. Diese können sich zu sterilen Abszessen oder Zysten entwickeln, die in seltenen Fällen chirurgisch entfernt werden. Bei Säuglingen tritt nach Aussage des PEI ein juckendes Granulom etwas häufiger auf. Die Granulombildung trat in 85 Prozent der Fälle bei Patienten auf, die eine Kontaktallergie gegen Aluminium entwickelt hatten. Komplikationen durch die lokalen Reaktionen gebe es nicht, so das PEI.

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