Geburtsmedizin: Partusisten intrapartal nicht lieferbar

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Berlin - Der Hersteller Hikma informiert über die gegenwärtige Lieferunterbrechung beim Medikament Partusisten intrapartal (Fenoterolhydrobromid). Das Arzneimittel wird voraussichtlich bis April nicht lieferbar sein. Die Injektionslösung wird bei gestörten Geburtsabläufen eingesetzt. Durch die entspannende Wirkung auf den Uterus können Frühgeburten vermieden werden. In Deutschland steht kein anderes Präparat mit identischer Zulassung zu Verfügung. Der Hersteller informiert über Alternativen.

Partusisten intrapartal wird als Wehenhemmer eingesetzt. Das Präparat ist in der Dosierung zu 0,025 mg/ml erhältlich. Laut Hikma steht kein alternatives Medikament in dieser Indikation zur Verfügung.

Das Medikament gibt es auch als Konzentrat in der Dosierung zu 0,05 mg/ml – jedoch gelten hier andere Indikationen. Aus dem Infusionslösungskonzentrat könne durch Verdünnung eine entsprechende Injektionslösung zur Notfallbehandlung hergestellt werden, informiert der Hersteller. Diese Ausweichmöglichkeit wurde bereits bei einem Lieferengpass im Jahr 2012 genannt. Diese alternative Herstellung wurde damals mit dem Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) abgesprochen. 2012 gehörte das Arzneimittel noch zum Pharmakonzern Boehringer Ingelheim.

Übliches Vorgehen

Eine Ampulle (1 ml) Partusisten intrapartal wird mit 4 ml geeigneter Trägerlösung verdünnt.

Alternatives Vorgehen

0,5 ml Partusisten Infusionslösungskonzentrat werden mit 4,5 ml geeigneter Trägerlösung verdünnt. Ein Milliliter dieser Lösung enthält 5 µg Fenoterolhydrobromid. Die Applikation erfolgt intravenös über eine Dauer von zwei bis drei Minuten.

Geeignete Trägerlösungen

  • Physiologische Kochsalzlösung (NaCl 0,9 Prozent)
  • Glukoselösung 5 Prozent
  • Ringerlösung
  • Ringer-Lactat-Lösung
  • Xylitlösung 5 Prozent und 10 Prozent

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