Fälschung bei Cialis 20 mg | APOTHEKE ADHOC
Arzneimittelkriminalität

Fälschung bei Cialis 20 mg

, Uhr
Berlin -

Fälschung in den Niederlanden entdeckt: Das Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) meldet Plagiate für Cialis (Tadalafil, Lilly) in der Stärke zu 20 mg, vier Tabletten. Aufgefallen war die Ware bei zwei niederländischen Großhändlern.

Bei der gefälschten Ware handelt es sich um die real existierende Charge C251322, die für den britischen, irischen und maltesischen Markt bestimmt ist. Jedoch weichen Original und Fälschung im Verfalldatum voneinander ab – das Plagiat ist mit dem Verfalldatum 08/2018 versehen, im Original trägt die Charge das Verfalldatum 08/2016.

Die Fälschung ist an weiteren Merkmalen zu erkennen. Manipulationen wurden sowohl am Blister als auch an der Umverpackung vorgenommen. Die Faltschachtel des Plagiats ist am fehlenden „Lilly-Aufkleber“ und einer vom Original abweichenden Färbung zu erkennen. Die Blister sind am unterschiedlichen Druck, der abweichenden Prägung des Verfalldatums und dem unleserlichen „®“ zu erkennen. Die Blisterfolien der einzelnen Streifen sind unterschiedlich in Schrift und Höhe des Farblogos.

Hinweise, dass die Fälschung auf den deutschen Markt gelangt ist, gibt es bislang nicht. Apotheker werden gebeten, das Warenlager auf die betroffene Charge zu überprüfen. Eine abschließende Bewertung ist nach derzeitigem Kenntnisstand noch nicht möglich – die Untersuchungen laufen noch.

Tadalafil wird seit 2007 zur Behandlung der erektilen Dysfunktion bei erwachsenen Männern angewendet. Seit 2013 ist das Arzneimittel in den Stärken 2,5 mg und 5 mg auch zur Behandlung des benignen Prostatasyndroms zugelassen und verschreibungsfähig. Der Wirkstoff zählt zur Stoffgruppe der Phosphodiesterase (PDE)-5-Inhibitoren und unterbindet durch Hemmung der im Hoden befindlichen PDE-5 den Abbau von zyklischem Guanosinmonophosphat (cGMP). Die Gefäßmuskeln in den Penisschwellkörpern entspannen sich und der Bluteinfluss in den Phallus nimmt zu.

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