Dermatologie

Bakterien sorgen für Schuppen dpa, 16.05.2016 21:36 Uhr

Shanghai - Schuppen sind an sich harmlos und nur selten Zeichen einer Hautkrankheit. Doch vielen Menschen ist es unangenehm, wenn permanent kleine Hautschuppen auf ihre Schultern rieseln. Chinesische Forscher könnten einer Lösung des lästigen Problems näher gekommen sein.

Bestimmte Bakterien auf der Kopfhaut fördern möglicherweise die Entstehung von Schuppen. Dies berichten chinesische Wissenschaftler nach einer genauen Untersuchung möglicher Einfluss-Faktoren im Fachblatt „Scientific Reports“. Vielleicht ließen sich die Schuppen durch eine gezielte Beeinflussung der Bakterien auf dem Kopf beseitigen oder zumindest bessern.

Die Wissenschaftler um Zhijue Xu von der Shanghai Jiao Tong University hatten insgesamt 59 Männer und Frauen auf zwei Gruppen verteilt: in die eine Gruppe kamen die Schuppen-Geplagten, in die andere die Probanden mit weitgehend unproblematischer Kopfhaut. Die Forscher baten die Probanden, sich vor den Untersuchungen zwei Tage lang nicht die Haare zu waschen. Dann bestimmten sie die Talg- und Wassermenge an verschiedenen Stellen der Kopfhaut und entnahmen Wischproben für die Untersuchung der vorhanden Mikroorganismen.

Sie fanden unter anderem heraus, dass Menschen mit einer geringeren Talgproduktion mehr Schuppen hatten. Zudem entdeckten die Forscher bei Schuppen-Geplagten einen deutlich kleineren Anteil von Propionibakterien, dafür aber mehr Staphylokokken als bei Menschen mit gesunder Kopfhaut.
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