Auch Pannen machen Apotheker schlauer

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CIRS-Pharmazie ist ein Fehlerberichts- und Lernsystem. Apotheker können anonym Medikationsfehler und „beinahe“ Medikationsfehler melden.

Berlin - Wärmflasche auf Fentanylpflaster, Sound- und Look-alike-Probleme bei Arzneimitteln, unterdosiertes Antibiotikum, Abgabefehler beim Botendienst: Das sind konkrete Beispiele aus dem Alltag der Apotheker, die sich auf der Plattform „CIRS-Pharmazie NRW“ finden.

Vor zwei Jahren als gemeinsames Projekt der Apothekerkammern Nordrhein und Westfalen-Lippe gestartet, sind bei CIRS-Pharmazie mittlerweile 106 geschilderte Fälle zusammengekommen. Zu jedem eingestellten Fehlerbericht folgt abschließend noch ein Fachkommentar auf der Metaebene, so dass für alle Beteiligten in Bezug auf die Einschätzung des Falles, des Fehlers und den daraus zu ziehenden Lehren und Verbesserungen Klarheit herrscht.

Für Annabelle Heiming von der Apothekerkammer Westfalen-Lippe ist CIRS-Pharmazie eine lohnende Plattform, die viel Zuspruch in den Fachkreisen erfährt. Die Buchstaben „CIRS” stehen für stehen für Critical Incident Reporting-System, also Datenbank für kritische Ereignisse.

Heiming leitet zusammen mit Dr. Oliver Schwalbe die Plattform, für die sie seit einigen Tagen erstmals auch mit einem Video in den sozialen Medien werben. Anhand eines konkreten Beispiels aus dem Apothekenalltag werden darin die Vorteile des Berichts- und Lernsystems für Apotheken zur anonymen Meldung von Medikationsfehlern oder Beinahe-Schäden aufgezeigt.

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