Apotheke schult Pflegezentren

„Wir verdienen keinen Cent und profitieren trotzdem!“

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Berlin -

Die Olivarum-Apotheke in Duisburg beliefert ein Therapiezentrum für suchtkranke Menschen. Zudem ist sie Anlaufstelle für Substitutionspatienten und arbeitet eng mit einer Intensivpflege-Wohngemeinschaft zusammen. „In diesem Rahmen stehen wir zweimal jährlich für Schulungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit zur Verfügung“, berichtet Filialleiterin Sevin Jned-Mahko. „Das Personal ist davon absolut begeistert!“

 

Mit großem Interesse würden die Schulungen zur Arzneimitteltherapiesicherheit, die jeweils im Mai und November stattfinden, von den Mitarbeitenden der Pflegeeinrichtungen angenommen, berichtet Jned-Mahko stolz. „Wir beliefern als Apotheke ein Therapiezentrum für suchtkranke Menschen und sind ebenso Anlaufstelle für Substitutionsarzneimittel“, erklärt sie.

Schulungen zum sicheren Umgang

Im Rahmen eines Kooperationsvertrages beliefert die Apotheke ebenso eine Intensivpflege-Wohngemeinschaft. „Sowohl für Erwachsene als auch für kleine Kinder“, so Jned-Mahko. „Für jede dieser Einrichtungen stehen wir für Schulungen bereit.“ Insgesamt werden so drei Einrichtungen regelmäßig auf den neuesten Stand gebracht. Im Fokus stehen dabei die richtige Anwendung von Arzneimitteln. „Im Prinzip erklären wir alles von Grund auf. Was sind Betäubungsmittel, was sind Retardtabletten und welche Wechselwirkungen gibt es“, zählt sie einige Beispiele auf.

Auch der Einnahmezeitpunkt von Arzneimitteln, die richtige Lagerung und wann Tabletten geteilt werden dürfen wird immer wieder thematisiert. „Bei den Intensivpatienten kommen noch wichtige Fakten zur Sondengängigkeit von Arzneimitteln dazu“, so Jned-Mahko.

Gute Zusammenarbeit

Davon profitieren die Bewohner:innen und das betreuende Personal enorm. „Der Informationsaustausch kann so reibungslos laufen. Die Menschen können zwar selbst entscheiden, in welche Apotheke sie gehen, aber sie kommen zu uns aufgrund der guten Zusammenarbeit“, erklärt sie. So könne man alles in den angelegten Kundenkonten speichern und jederzeit Auskunft über gekaufte und genommene Arzneimittel geben. „Wir speichern beispielsweise auch, dass an bestimmte Personen keine Medikamente in der Selbstmedikation mit Alkohol abgegeben werden sollen“, so Jned-Mahko.

Personal wird Stammkundschaft

Die geschulten Mitarbeiter:innen seien so begeistert von dem freiwilligen Angebot der Apotheke, dass sie mittlerweile zum größten Teil selbst zur Stammkundschaft zählen. „Das ist richtig schön“, freut sie sich. Damit es abwechslungsreich bleibt, passt sie jedes Mal ihre Skripte für die Schulungen an. „Ich suche mir immer ein Thema aus, in das ich tiefer hineingehen kann“, erklärt sie. „Außerdem spreche ich die Mitarbeiter beim Apothekenbesuch direkt an und frage, welches Thema aktuell besonders interessiert“, so Jned-Mahko.

Insgesamt sei es kein großer Aufwand die Schulungen durchzuführen. „Wir haben es einmal vorbereitet und sind bereits im Referieren geübt“, betont sie. Dabei habe ihr die Arbeit als Dozentin in der PTA-Schule geholfen, so Jned-Mahko. Zudem sei sie zertifizierte Athina-Apothekerin. „Im pDL-Bereich bin ich daher ebenso sehr aktiv“, so die Filialleiterin. Das Athina-Zertifikat „Arzneimitteltherapiesicherheit in Apotheken“ steht für strukturierte Medikationsanalysen, um Wechselwirkungen und Dosierungsfehler zu vermeiden.

Null Verdienst, trotzdem Gewinn

„Wir verdienen daran keinen Cent, aber profitieren trotzdem davon“, macht sie klar. „Wir freuen uns, dass sich die Menschen einfach sicherer fühlen im Umgang mit Arzneimitteln.“

Aber nicht nur die Analyse von vorhandenen Medikationsplänen und der sichere Umgang mit den Arzneimitteln liegen ihr am Herzen. „Auf meinen Social-Media-Kanälen möchte ich die Community sensibilisieren, wie wichtig die Prävention ist. Andererseits möchte ich den Beruf des Apothekers in diesem Zusammenhang schmackhaft machen“, so Jned-Mahko. „Man soll sich nicht alleine auf die Nachsorge verlassen, sondern die Vorsorge mehr in den Fokus rücken“, appelliert sie.

Vielleicht motiviere ihre Begeisterung auch andere Apotheken, sich auf Social Media darzustellen. „Das ist eine schöne Sache, für den Beruf zu werben und dessen Vielfältigkeit aufzuzeigen.“

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