Welt-Parkinson-Tag

Parkinson: Unaufhaltsames Sterben von Nervenzellen

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Berlin -

„Schön wäre natürlich, wenn man es heilen könnte.“ Kirsten Vesper überlegt nicht lange, als sie mit Blick auf ihre Parkinson-Erkrankung nach Wünschen für die Zukunft gefragt wird. Bei der 62-jährigen Programmiererin, die in Potsdam eine Selbsthilfegruppe leitet, wurde die Diagnose 2009 gestellt. Nach Problemen beim Gehen, beim Arbeiten mit der Maus am PC und Schmerzen in der Schulter war sie schließlich beim Neurologen gelandet. Parkinson, das heißt auch heute noch, dass Nervenzellen im Gehirn nach und nach absterben. Unaufhaltsam.

Dennoch, ihre Lebensqualität sei „wunderbar“, sagt Vesper. Laien sehen von den als typisch geltenden Symptomen bei ihr nichts. Zum Beispiel keinen gebeugten Gang, keine zitternden Hände. Medikamente, die Vesper täglich einnimmt, halten die Anzeichen in Zaum. Komplexe Denkaufgaben in ihrem Beruf könne sie aber nicht mehr so souverän wie früher lösen, sagt sie. Vesper ist nach Daten der Deutschen Parkinson Gesellschaft (DPG) eine von bis zu 280.000 Betroffenen bundesweit. Vor dem heutigen Welt-Parkinson-Tag haben Neurologen der Deutschen Parkinson Gesellschaft in Berlin aktuelle Entwicklungen vorgestellt. Dazu Fragen und Antworten:

Wer erkrankt an Parkinson?Männer etwas häufiger als Frauen. Im Schnitt sind Patienten 60 Jahre alt, wenn die Schüttelkrankheit bei ihnen festgestellt wird. Es gibt aber auch Fälle, in denen sie bereits deutlich früher auftritt. Wohl bekanntestes Beispiel dafür ist der US-Schauspieler Michael J. Fox („Zurück in die Zukunft“). Er bekam die Diagnose mit 29 Jahren.

 

Wie werden Betroffene behandelt?
Sie erhalten in der Regel zunächst Medikamente. Damit wird der Botenstoff Dopamin ersetzt, an dem es Patienten wegen ihrer abgestorbenen Nervenzellen mangelt. Dieser Mangel ist Grund für die Bewegungsstörungen bei Parkinson. Allerdings könne es sehr schwer sein, dabei gleichmäßige Wirkungen zu erzielen, sagte Georg Ebersbach, Neurologe an einer Fachklinik in Beelitz-Heilstätten. Manche Patienten erleben ganz unterschiedliche Phasen: Mal können sie sich sehr gut bewegen, plötzlich dann wieder schlecht. Um den Dopamin-Ersatz kontinuierlicher abgeben zu können, arbeiteten Forscher etwa an Mini-Pumpen und Pflastern, so Ebersbach.

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