Wärmepflaster: Apotheke oder Discounter

, Uhr

Berlin - Cayennepfeffer gegen Eisen-Aktivkohle-Gemisch: Wie gut sind Wärmepflaster? NDR „Markt“ hat vier Wärmepflaster getestet. Die Produkte kommen aus der Apotheke, dem Discounter und der Drogerie. Das Ergebnis ist heute Abend um 20.15 Uhr zu sehen.

Im Test sind vier Wärmepflaster, mit unterschiedlichen wärmeerzeugenden Inhaltsstoffen. Drei Produkte werden als Medizinprodukt eingestuft, eines als Arzneimittel. Die Preisspanne der Produkte liegt zwischen 66 Cent pro Pflaster für das Produkt von Aldi Nord und 6,35 Euro für Thermacare von Pfizer. NDR stellt die Frage „Sind sie ihr Geld wert?“ Dabei werden Wirkung, Nebenwirkung, Studien und Kontraindikationen in die Bewertung eingezogen.

Wärmepflaster können zum einen durch eine chemische Reaktion selbst Wärme erzeugen oder durch eine Reizung der Haut ein Wärmegefühl verursachen. Klassische Produkte enthalten Cayennepfeffer, wobei das Capsaicin für die Stimulation der Wärme- und Schmerzrezeptoren der Haut verantwortlich ist. Zum anderen kann das dem Capsaicin nachempfundene Nonivamid ein Wärmegefühl erzeugen. Beide Substanzen können die Schmerzwahrnehmung und -weiterleitung beeinflussen. Capsaicin hemmt beispielsweise die Aufnahme von Substanz P in die Nervenzellen. Das Wärmegefühl kann entspannend auf die Muskulatur wirken. Außerdem wird die Durchblutung angeregt, die eine erhöhte Sauerstoffversorgung des Gewebes und einen besseren Abtransport von Stoffwechselprodukten zur Folge hat.

Der Nachteil: Der Pfeffer-Extrakt kann die Haut reizen und Rötung und Brennen hervorrufen. Auch Verbrennungen bis zu einer Bläschenbildung sind möglich, daher sollten die Produkte nicht über Nacht angewendet werden. Zudem kann das enthaltene Wollwachs Kontaktallergien verursachen. Eine Erfahrung, die auch Testerin Andrea machte – das Brennen des ABC-Pflastern empfand sie als zu stark. Bereits beim Anlehnen war es für die Testerin unangenehm heiß. Laut Beschreibung sollte man sich nicht auf das Pflaster legen oder setzen, so der Beitrag.

APOTHEKE ADHOC Debatte

Mehr zum Thema
Drei Wochen abgeschaltet
Facebook erlaubt Vagisan wieder »
Mehr aus Ressort
„Habe alles erreicht, was ich wollte“
Inhaber verkauft seine Apotheken und wird Mentor »
40 Jahre in einem Betrieb
Der Reiz der Klinikapotheke »
Weiteres