Suchtprävention per App

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Berlin - Die Corona-Pandemie bringt nicht nur gesundheitliche Risiken in Bezug auf eine Ansteckung mit Sars-CoV-2 mit sich. Der Suchthilfeverband Blaues Kreuz verweist zudem auf die erhöhte Suchtgefahr – vor allem für junge Erwachsene – und hat das Angebot weiter digitalisiert: Unter anderem soll die Prävention mithilfe einer App unterstützt werden.

In Deutschland wachsen dem Blauen Kreuz zufolge über 2,65 Millionen Kinder in suchtbelasteten Familien auf. Mehr als 600.000 junge Menschen gelten als medienabhängig. Durch die Corona-Krise seien die Suchtgefahren für Jugendliche zwar noch verstärkt worden – aber auch abseits von Corona würden junge Menschen häufig ein „Gegenmittel für soziale Isolation, Angst, Stress und Langeweile“ in der Mediennutzung und Substanzen suchen.

Digitalisierung als Chance in Corona

Das Blaue Kreuz versucht nun mithilfe der Digitalisierung „neue Brücken zu Beratungs- und Präventionsange­bo­ten zu bauen“. Das Präventionsprogram „blu:prevent“ umfasst eine Smartphone-App sowie eine interaktive Website. In der App sind unter anderem Informationen zu Leistungsdruck, Prüfungsangst und Mobbing in der Schule enthalten, außerdem gibt es Material zu Smartphone- und Videospielsucht. Jugendliche können darüber hinaus auch anonym mit einen Beratungschatbot in Verbindung treten oder den Konsumrechner nutzen.

Auch für Schulen bietet das Programm Hilfestellungen zum Thema Sucht an: Auf der Website kann sich in einem digitalen Klassenzimmer gemeinsam weitergebildet werden. Einzelne Module können von Lehrkräften zusammengestellt werden, um den Unterricht zu gestalten: So kann beispielsweise eine Selbsteinschätzung der Schüler abgefragt oder provokante Thesen zum Thema Sucht diskutiert werden.

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