Sommerliche Plagegeister

Nicht nur Eichenprozessionsspinner: Ausschlag wegen Grasmilben

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Berlin -

Wenn Apothekenkund:innen derzeit mit Ausschlag in die Apotheke kommen, stecken häufig kleine Tierchen dahinter, die gerade in den Sommermonaten aktiv sind. Neben dem bereits in der Breite bekannten Eichenprozessionsspinner können das aber auch die eher noch unbekannten Grasmilben sein.

So weist beispielsweise das Landratsamt Ansbach auf die sommerlichen Plagegeister hin, die teils unangenehme Hautreaktionen hervorrufen können. Wie das Landesamt mitteilt, treten die Grasmilben vor allem bei warmem, trockenem Wetter auf. Die Larven der Spinnentiere verursachen die stark juckenden Hautreaktionen. Der Bayerische Rundfunk spricht sogar von einer „Grasmilbenplage“ und einem „Ansturm auf Apotheken“.

Zu merken seien die Ausschläge häufig an Beinen, Kniekehlen, der Leistengegend oder wo Kleidung eng anliegt, wie am Hosenbund, unter dem BH oder unter den Socken – vor allem dort, wo sie feuchte und warme Körperstellen mit dünner Haut vorfinden. Zum Schutz gelte es, hohe Wiesen zu meiden, nach Aufenthalten im Freien zu duschen und Kleidung bei mindestens 60 Grad zu waschen.

Die Schädlinge stechen nicht, sondern ritzen die oberste Hautschicht an, nehmen Gewebsflüssigkeit auf und geben dabei Verdauungsenzyme ab, die die Haut weicher machen sollen. Sie verursachen so die unangenehmen Hautreaktionen. Die Larven sind 0,2 bis 0,3 Millimeter groß, orange-rot und sehr beweglich. Manche kennen sie vielleicht auch als Heumilben, Erntemilben oder Herbstmilben bezeichnet. Man findet sie bei uns von Juni bis September.

Die Bisse sind langanhaltender als beispielsweise Mückenstiche: Bis zu zwei Wochen kann der Ausschlag anhalten. Dieser zeigt sich als rote Pusteln oder erhabene Knötchen auf der Haut, oft liegen mehrere nah beieinander. Auch Hunde können von den Milben betroffen sein.

Gegebenenfalls können auch Schutzmittel genutzt werden – auch Teebaumöl soll die Plagegeister abhalten –, bei entsprechenden Hautreaktionen können kühlende Gele oder leichte Antihistaminika helfen, empfiehlt das Landratsamt. Auch in Gärten, Wäldern, Parks und an Wegrändern können die Spinnentiere auftreten, vorzugsweise an den Spitzen der trockenen Grashalme.

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