Influenza

12.000 neue Grippefälle

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Berlin -

Die Grippewelle in Deutschland rollt weiter. In der laufenden Influenza-Saison sind bis Ende Februar bundesweit 38.455 Fälle gemeldet worden, wie aus den jüngsten Daten des Robert Koch-Instituts (RKI) hervorgeht. Allein in der vergangenen Woche kamen fast 12.000 neue Meldungen hinzu, teilte die Arbeitsgemeinschaft Influenza mit.

Bisher wird weiterhin für alle Regionen eine stark erhöhte Grippe-Aktivität gemessen. Die meisten neuen Virusnachweise gab es in der vergangene Woche mit rund 4500 Meldungen in Süddeutschland und rund 4300 in Ostdeutschland.

Allerdings stieg die Zahl der Arztbesuche wegen Atemwegserkrankungen nicht mehr weiter an. Das kann für die Grippe-Forscher ein erster Hinweis darauf sein, dass die Welle ihren Höhepunkt erreicht hat.

Das Landesgesundheitsamt im Regierungspräsidium Stuttgart rechnet bereits mit einem langsamem Rückgang. „Das Schlimmste scheint vorbei zu sein“, sagte Regierungspräsident Johannes Schmalzl. Allein in Baden-Württemberg gab es in der laufenden Woche bislang 1889 Influenza-Meldungen. In der Vorwoche waren es noch 1942. Das sei die wöchentliche Höchstzahl seit Jahresbeginn gewesen.

Nach Berechnungen von Wirtschaftsforschern könnte durch die aktuelle Grippewelle ein gesamtwirtschaftlicher Schaden von bis zu 2,2 Milliarden Euro entstehen. Als Folge der vielen Krankheitsfälle könne das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 0,3 Prozent zurückgehen, sagte Konjunkturexperte Torsten Schmidt vom Rheinisch-Westfälischen Institut für Wirtschaftsforschung (RWI).

Dabei sei man davon ausgegangen, dass 20 Prozent der Bevölkerung erkranken, sagte Schmidt. Die Forscher hätten eine durchschnittliche Fehlzeit von jeweils fünf Tagen pro Beschäftigten angenommen. Bei der letzten großen Grippewelle 2012/2013 habe die Quote der Erkrankten bei 25 Prozent gelegen.

Durch die aktuellen Berechnungen müsse die Konjunkturprognose des Instituts jedoch nicht korrigiert werden, meinte Schmidt. Das RWI war zuletzt für 2015 von einem erwarteten BIP-Wachstum von 1,5 Prozent ausgegangen. Mit einer flächendeckenden Impfung der Bevölkerung ließe sich jedoch mehr als die Hälfte des errechneten volkswirtschaftlichen Schadens vermeiden, so Schmidt.

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