Die Ermittlungen nach mehreren Todesfällen in Kliniken während der Hitzewelle Ende Juni haben bisher keine Hinweise auf Fremdverschulden ergeben. In einem Krankenhaus in Leverkusen waren an einem Wochenende zwölf Menschen gestorben – in sieben Fällen hatte die Kölner Staatsanwaltschaft Todesermittlungsverfahren eingeleitet.
„Konkrete Anhaltspunkte für ein strafrechtlich relevantes Versäumnis des Krankenhauspersonals im Zusammenhang mit der Hitzewelle haben sich bislang nicht ergeben“, teilte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft auf Anfrage mit.
In keinem der Fälle habe sich sicher feststellen lassen, „dass die seinerzeit herrschenden hohen Temperaturen für den Tod der Patienten (mit-)ursächlich waren“. Es sei zwar möglich, dass die große Hitze in den Krankenzimmern bei bestimmten Erkrankungen „zur weiteren Verschlechterung des Gesundheitszustandes bis zum Tod der bereits betagten Patienten beigetragen“ habe. Zweifelsfrei beweisen lasse sich dies aber nicht.
Die Staatsanwaltschaft Aachen ermittelt zum Tod einer 56-jährigen Frau, die in einem Dürener Krankenhaus möglicherweise einen Hitzschlag erlitten hatte. Hier wartet die Behörde noch auf ein Fachgutachten, wie eine Sprecherin sagte. Auch ein Todesermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft Duisburg, das den Tod einer Frau in einer Duisburger Klinik betrifft, ist nach Angaben einer Sprecherin noch nicht abgeschlossen.
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