„Froh, wieder einmal Notdienst machen zu dürfen“ | APOTHEKE ADHOC
Nach Hochwasser

„Froh, wieder einmal Notdienst machen zu dürfen“

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Berlin -

Die Flut im vergangenen Sommer und die damit verbundenen Schäden haben auch den Betrieb der Kylltal-Apotheke in Trier eingeschränkt. In der Apotheke von Daniela Adelsbach stand das Wasser 25 Zentimeter hoch und zerstörte unter anderem den Boden. Auch wenn die Apotheke wenige Tage nach dem Hochwasser wieder öffnen konnte, war der Notdienst bis jetzt nicht durchführbar.

Seit dem Hochwasser Mitte Juli stellte Adelsbach bei der Kammer immer wieder einen Antrag auf Notdienstbefreiung. Denn der Boden war auch im Büro zerstört. Dort befand sich das Schlafsofa. „Alle Böden mussten raus. Die Apotheke war komplett verschlammt“, erinnert sich Adelsbach. Der Estrich habe zunächst trocknen müssen, bevor ein neuer Belag verlegt werden konnte. Bis dahin konnte sie keine Schlafgelegenheit aufstellen.

Provisorisch sei jetzt ein Teppich im Büro- und Notdienstzimmer verlegt worden, da noch nicht klar sei, was genau die Versicherung übernehme. „Wir haben das in Eigenleistung gemacht“, sagt Adelsbach. Die Apothekerin freut sich über diesen Meilenstein: „Ich bin tatsächlich froh, wieder einmal Notdienst machen zu dürfen“, sagt sei. „Es war ein schönes Gefühl, auch wenn man den Dienst eigentlich nicht gerne macht.“

40 Kund:innen im Notdienst

Adelsbach freut sich auch, dass sie nicht mehr auf andere Apotheken wegen der vorgeschriebenen Dienstbereitschaft angewiesen ist. „Es ist unangenehm, jeden Monat bei der Kammer anzurufen und auch blöd für andere Apotheken.“ Der erste Notdienst seit dem Hochwasser sei ruhig gewesen. Am vergangenen Sonntag seien rund 40 Kund:innen in die Apotheke gekommen. „Bei uns ist es generell relativ ruhig“, sagt sie. Zudem nutzte sei die Zeit, um Liegengebliebenes aufzuarbeiten.

Die Apothekerin freut sich auch, dass das Team jetzt nicht mehr auf dem Estrich laufen müsse. „Das war schon anstrengend für meine Angestellten“, sagt sie. Zudem sei die Rezeptur, die am schwersten von der Flut getroffen worden war, wieder eigenständig und aus dem Labor herausverlegt worden. „Das Wochenende war ein großer Schritt für uns.“

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