Apothekeneinbrüche

Kleingeld erbeutet, 7000 Euro Sachschaden

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Berlin -

Am Wochenende haben wieder Apothekeneinbrecher zugeschlagen: In Baden-Württemberg und in Nordrhein-Westfalen konnten sie geringe Mengen Bargeld erbeuten. In einer Apotheke entstand ein schwerer Sachschaden.

Im baden-württembergischen Gerabronn stiegen in der Nacht zum Samstag Unbekannte in die Apotheke von Inhaberin Birgid Hedwig Emer ein. Wie sie in die Apotheke gelangten, will die Polizei nicht mitteilen, um Nachahmertaten auszuschließen.

In den Räumlichkeiten brachen die Täter mehrere Türen auf. Sie machten sich auch am Tresor zu schaffen – dieser hielt den Attacken jedoch stand. Die Unbekannten konnten nur einen geringen Bargeldbetrag erbeuten. Allerdings verursachten sie einen Sachschaden in Höhe von etwa 7000 Euro. „Sie haben in der Apotheke richtig gewütet“, heißt es von der Polizei.

Am frühen Samstagmorgen um 4.45 Uhr wurde von einer unbekannten Person die Glasscheibe der Eingangstür zur Linner Apotheke in Krefeld mit einem Stein eingeschlagen. Der Einbrecher entwendete Bargeld aus der Apotheke von Inhaber Manfred Krüger.

Eine Zeugin aus der Wohnung gegenüber bemerkte die Tat. Sie beschrieb den Täter als schlank, jung und sportlich. Er soll ein grünes Kapuzenshirt getragen haben. Bisher verlief die Suche nach dem Einbrecher erfolglos, die Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung.

Eingangstüren und Fenster sind häufige Einstiege für Apothekeneinbrecher, so die Erfahrung der Sicherheitsfirma Abus. Das Unternehmen empfiehlt Inhabern, an diesen gefährdeten Stellen zusätzliche Sicherungsmaßnahmen nachzurüsten. Zudem seien Alarm- und Videosysteme ratsam, um Kriminelle abzuschrecken.

Einen nicht ganz klassischen Einstiegsweg in die Apotheke wählten kürzlich Täter im brandenburgischen Teltow: Sie schlugen ein Loch ins Flachdach der Offizin von Inhaberin Nuray Kibri. In den Räumlichkeiten brachen sie einen Geldschrank auf und stahlen daraus Bargeld. Die Apotheke hat Kibri erst im Juli eröffnet; es war der erste Einbruch bei ihr. „Nun wissen wir immerhin, wo wir Bewegungsmelder nachrüsten müssen“, sagt sie.

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