Vollspektrumextrakte – mehr als ein einfaches Cannabis-Öl

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Berlin -

Vollspektrumextrakte werden in zahlreichen therapeutischen Einsatzgebieten angewendet. Je nach vorliegendem Krankheitsbild können CBD-dominante, THC-dominante oder ausgeglichene Extrakte verschrieben werden. Klar abzugrenzen sind die verschreibungspflichtigen Extrakte von Cannabis- und Hanfölen aus Drogerien und Reformhäusern.

Verschreibungspflichtige Vollspektrumextrakte weisen durch die Herstellung unter GMP-Bedingungen eine gleichbleibende pharmazeutische Qualität auf. Die Reinheit und der Gehalt von Drogerieprodukten ist für den Endkunden nicht nachvollziehbar und kann deutlich variieren. So kam es in der Vergangenheit immer wieder zu Rückrufen z.B. aufgrund erhöhter THC-Werte in freiverkäuflichen Produkten. Der THC-Wert in Drogerieprodukten darf 0,2 Prozent nicht überschreiten.

CBD unterliegt nicht dem Betäubungsmittelgesetz. Cannabis-Öle dürfen somit an den Endverbraucher abgegeben werden, wenn die Extrakte ausschließlich aus Nutzhanf (THC-Gehalt ≤ 0,2 Prozent ) gewonnen wurden und die Endprodukte die THC-Richtwerte des Bundesinstitutes für Risikobewertung (BfR) einhalten.

In der Drogerie sind oftmals Extrakte für die dermale Anwendung verfügbar. Hier müssen die Inverkehrbringer oder Hersteller dieser Produkte nachweisen, dass ein Missbrauch zu Rauschzwecken ausgeschlossen werden kann. Der Nutzen der topischen Anwendung von CBD ist bislang umstritten. Einreibungen mit entsprechenden Cannabis- und Hanfölen sollen gegen Verspannungen und Menstruationsblutungen helfen. Mittlerweile wird CBD auch als Mittel für ein verbessertes Hautbild angepriesen.

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