THC und CBD: Wo liegen die Unterschiede?

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Berlin -

Noch immer herrscht in Bezug auf Cannabis und die verschiedenen Inhaltsstoffe Unklarheit: Was ist eigentlich THC und CBD und wo liegen die Unterschiede in Wirkungen und Darreichungsform? Hier kommt ein Überblick mit den wichtigsten Fakten.

Sowohl THC wie auch CBD sind wichtige Bestandteile der Cannabispflanze. Die Abkürzung THC bezeichnet eigentlich die Substanz Tetrahydrocannabinol: Diese ist für die psychoaktive Wirkung von verschiedenen Hanfprodukten verantwortlich. Beim Andocken an die Cannabinoid-Rezeptoren wird der Neurotransmitter Dopamin ausgeschüttet.

CBD wiederum steht für Cannabidiol. Dieser Inhaltsstoff wird aus den Blüten der weiblichen Cannabispflanze gewonnen, hat jedoch keine psychoaktive Wirkung, da er nur mit geringer Rezeptoraktivität an bestimmte Cannabinoid-Rezeptoren bindet.

Die Inhaltstoffe der Cannabispflanze wirken auf das endocannabinoide System mit seinen verschiedenen Rezeptoren:

  • Typ-1-Cannabinoid-Rezeptoren (CB-1) im zentralen Nervensystem
  • Typ-2-Cannabinoid-Rezeptoren (CB-2) im Immun-, Verdauungs- oder dem Fortpflanzungssystem sowie in Knochen, Haut, Lunge, hormonalen Drüsen oder in den Augen

Im Cannabis-Öl können verschieden hohe Anteile von THC und CBD enthalten sein. Produkte mit einem THC-Gehalt ab 0,2 Prozent fallen jedoch aufgrund der Rauschwirkung und dem Missbrauchspotenzial unter das Betäubungsmittelgesetz. Sie sind rein zur medizinisch-therapeutischen Behandlung von speziellen Erkrankungen geeignet. THC ist die wichtigste psychoaktive Substanz, die in Marihuana – also den getrockneten, harzhaltigen Blüten der weiblichen Hanfpflanze – vorkommt. Obwohl Marihuana oft geraucht wird, kann das darin enthaltene THC auch in Kapsel oder Tinkturen verarbeitet werden.

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