Kein „sehr gut“, kein „mangelhaft“

Warentest bewertet Apotheken-Make-Up

, Uhr
Berlin -

Stiftung Warentest hat Make-Up aus der Drogerie, Parfümerie und Apotheke untersucht. Neben der Deckkraft wurden auch die Inhaltsstoffe überprüft. Testsieger sind gleich zwei Produkte: ein Naturkosmetikprodukt aus der Drogerie und ein Fluid aus der Apotheke.

Getestet wurden 13 Produkte – alle untersuchten Make-Ups sind flüssig. Alle Kosmetika haben dasselbe Werbeversprechen: „Rötungen und Unebenheiten gut kaschieren“. Inhalte der Kontrollen waren neben den kosmetischen Eigenschaften auch die Anwenderfreundlichkeit und die mikrobiologische Qualität. Zum Thema Mikroplastik machten die Hersteller größtenteils keine Aussagen.

Drogerie und Apotheke teilen sich den ersten Platz

Das Alverde Mineral Make-Up von dm konnte mit guter Deckkraft und ebenmäßiger Verteilung punkten. Mit 13 Cent pro Milliliter gehört das Produkt zu den günstigsten. Es ist konservierungsmittel- und duftstoffrei. Ebenfalls mit „gut“ bewertet wurde das Korrigierende Make-Up Fluid von La Roche-Posay. Mit 66 Cent pro Milliliter ist es fünfmal so teuer wie das Drogerieprodukt.

Make-Up aus der Apotheke

Weitere Kosmetika, die getestet wurden, waren das Couvrance Make-Up-Fluid von Avène, das Dermablend Teint korrigierendes Make-Up von Vichy und die Foundation von Dr. Hauschka. Letzeres erhielt das Testurteil „befriedigend“. Das Produkt konnte bei den Punkten Deckkraft und Haltbarkeit nicht punkten.

Der Preis

Die Milliliter-Preise der getesteten Produkte liegen zwischen 13 Cent und 1,33 Euro. Der Testsieger sowie das Schlusslicht gehören zu den günstigsten Produkten und sind Naturkosmetiklinien von Drogeriemärkten. Die teureren Produkte liegen im Mittelfeld. Der Test zeigt: Der Preis gibt wenig Auskunft über die Qualität des Make-Ups.

Mikroplastik

Als Mikroplastik werden Plastikpartikel bezeichnet, die kleiner als fünf Millimeter sind. Oftmals sind die Teilchen für das menschliche Auge kaum noch erkennbar. In flüssiger oder gelartiger Form wird Kunststoff beispielsweise als Füllstoff oder Bindemittel verwendet. Viele Kunststoffarten, wie beispielsweise Bisphenol A (BPA), sind potenziell gesundheitsschädlich oder nicht ausreichend erforscht. Im Test machten die Hersteller keine Aussagen darüber, ob ihre Produkte Mikroplastik enthalten oder nicht.

Bei folgenden Bezeichnungen ist Mikroplastik enthalten:

  • Polyethylen (PE)
  • Polypropylen (PP)
  • Polyamid (PA)
  • Polyethylenterephtalat (PET)

Folgende Bezeichnungen deuten auf Mikroplastik hin:

  • Acrylate Copolymer (AC)
  • Acrylate Crosspolymer (ACS)
  • Polyamide (PA, Nylon-6, Nylon-12)
  • Polyacrylate (PA)
  • Polymethylmethacrylate (PMMA)
  • Polyethylene (PE)
  • Polyethylenterephthalate (PET)
  • Polypropylene (PP)
  • Polyquaternium (PQ)
  • Polystyrene (PS)
  • Polyurethane (PUR)
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