Vitalsana: Apotheker sagt Ströer ab

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Berlin -

Weil Ströer die Versandapotheke Vitalsana gekauft hat, lehnte ein Pharmazeut aus Baden-Württemberg die Zusammenarbeit mit dem Werbekonzern ab.

Ströer hatte Vitalsana Ende September gekauft; wenige Wochen später tauchten erstmals Poster der Versandapotheke auf den Werbeflächen des Konzerns auf. Dabei wurden nicht nur Bahnhöfe, sondern auch Standorte vor Apotheken „bespielt“. Die Falken-Apotheke in Hannover ist gleich zweimal mit Werbung des Konkurrenten aus den Niederlanden konfrontiert.

Bei Ströer ist man offenbar nicht zimperlich: Am 20. Oktober erhielt Thorsten Leiter, Inhaber der Uhland Apotheke in Schorndorf, ein Angebot des Mediakonzerns. Betreff: „Erzielen Sie hohe und langfristig gesicherte Mieteinnahmen mit dem ruhigsten ‚Mieter’ der Welt... völlig ohne Kosten und Risiko!“

Ströer will einen Teil der Hausfassade seiner Apotheke mieten, um daran ein großflächiges Werbeplakat anzubringen. Ein Foto des Standorts mit eingezeichneter Fläche schickte der Konzern gleich mit. Doch Leiter hatte kurz zuvor den Beitrag über die Vitalsana-Poster gelesen – das Angebot erschien ihm wie ein schlechter Scherz. Er lehnte ab.

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