Google an der Litfaßsäule

, Uhr
Berlin -

Beim Werbekonzern Ströer dürften die Alarmglocken schrillen: Google plant offenbar, in Deutschland in das Geschäft mit Außenwerbung einzusteigen. Der Internetgigant will basierend auf Nutzerdaten an hoch frequentierten Orten digitale Werbetafeln bespielen.

An Bahnhöfen, in Einkaufszentren oder an belebten Plätzen könnte man das Google-Logo bald an ungewohnter Stelle erspähen. Wie die Wirtschaftswoche unter Berufung auf Branchenkreise berichtet, will der Konzern bald Werbung auf digitalen Bildschirmen vermarkten und damit in die ureigene Domäne des bisherigen Marktführers Ströer eindringen.

Google suche derzeit nach Partnern, die bereits solche Bildschirme betreiben, so die Wirtschaftswoche. Rund 110.00 von diesen Bildschirmen gebe es in Deutschland. Google wolle diese mit seiner Vermarktungsplattform DoubleClick verbinden. DoubleClick ist ein Anbieter von Online-Marketing-Lösungen, den Google 2007 für 3,2 Milliarden US-Dollar übernommen hat – damals die größte Übernahme der Firmengeschichte.

Dem Bericht zufolge hat Google-Manager Mark Grady schon Ende April Vertretern von Agenturen und Medienunternehmen eine Technologie präsentiert, mit der man die Google-Unternehmenssoftware Chrome Enterprise zur Vermarktung von Außenwerbung nutzen kann. Das Konzept will der Konzern nicht nur in Deutschland, sondern auch in den USA und Großbritannien verkaufen. Google kommentiert die Berichte bisher nicht. Für die Ströer-Aktie ging es nach Veröffentlichung der Nachricht trotzdem bergab. Sie verlor über 4 Prozent, hat sich kurz darauf aber wieder weitestgehend erholt.

Newsletter
Das Wichtigste des Tages direkt in Ihr Postfach. Kostenlos!

Hinweis zum Newsletter & Datenschutz

APOTHEKE ADHOC Debatte

Neuere Artikel zum Thema
Mehr zum Thema
Initiative gegen Corona Bild: Noventi wirbt für Impfung in der Apotheke
Bild: Noventi wirbt für Impfung in der Apotheke »
„Man fühlt sich zu krank, um zur Apotheke zu gehen“
Mayd: Lieferplattform lässt Influencerinnen schwärmen »
Mehr aus Ressort
Report Mainz über Impfpassfälschungen
Apotheken im Fadenkreuz von Impfgegnern »
Weiteres