OTC-Marketing

Holografie: Fliegende Flaschen in der Offizin Tobias Lau, 09.01.2019 14:39 Uhr

Sanofi lässt Arzneimittel durch die Offizin fliegen

Berlin - Wem LED-Bildschirme und Touchscreens in der Offizin schon wie Zukunftsmusik vorkommen, der dürfte sich in zwei Zürcher Apotheken die Augen reiben: Sanofi wirbt dort mit 3D-Hologrammen für seinen Hustensaft Bisolvon Phyto Complete. Die Animationen in der Luft sind ein Pilotprojekt. Ist es erfolgreich, könnten die Hologramme im zweiten Halbjahr auch nach Deutschland kommen.

Schwerelos schwebt eine Packung Bisolvon über dem HV-Tisch. Nur berühren kann man sie nicht, denn sie besteht aus Licht. Dann löst sie sich in drei Blasen auf, die Honig, Thymian und Spitzwegerich enthalten. Die Blasen kreisen umeinander und vereinen sich dann, um in einer Bisolvon-Flasche zu verschwinden. Nachdem sie zuletzt Fans von verstorbenen Musikgrößen wie Michael Jackson, Freddie Mercury oder Ronnie James Dio verzückt hat, kehrt die Holografie nun auch zunehmend ins Produktmarketing ein. Und Sanofi will da Pionier sein.

Hinter der Aktion steckt Marketingmanagerin Senja Jimenez, die Idee dazu hatte sie auf der Emex, der größten Marketing-Messe der Schweiz. „Ich gehe da alle paar Jahre mal hin, um mich inspirieren zu lassen, was es so an neuen Trends und Technologien gibt“, erzählt sie. Dort landete sie am Stand von Jamaze, einem Schweizer Start-up, das seine Brötchen mit allerlei audiovisueller Technologie verdient, von Virtual Reality über interaktive Projektionen bis zu Augmented-Reality-Applikationen. Deren neuester Schrei: individuell programmierte Hologramme für Messen, Events und Verkaufspunkte. „Ich habe schon viele Hologramme gesehen, aber noch nie in solcher Qualität“, zeigt sich Jimenez begeistert.

„Wir suchen immer neue Wege, am POS aufzufallen, weil das ja nicht gerade einfach ist“, sagt sie. „Und diese Hologramme sind jetzt innovativ – wer weiß, ob sie das in ein paar Jahren noch sind. Deshalb wollten wir die Ersten sein.“ Also machte sie sich auf die Suche nach Apotheken, um die neue Technologie in einem Pilotprojekt zu erproben. Denn die müssen ein paar Kriterien erfüllen: „Die Apotheke muss sich aus unserer Sicht lohnen, weil wir für das Hologramm auch einiges investieren“, erklärt Jimenez.

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