Shop Apotheke: Kampfansage an Douglas und Mayd | APOTHEKE ADHOC
Versandapotheke trifft auf neue Konkurrenz

Shop Apotheke: Kampfansage an Douglas und Mayd

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Berlin -

Versender wie DocMorris und Shop Apotheke sind aktuell in einer für sie ungewohnten Situation: Lieferdienste wie Mayd schießen aus dem Boden und machen ihnen Konkurrenz, parallel drängt mit der Parfümeriekette Douglas ein Schwergewicht aus dem Einzelhandel in den Versandhandel. Doch Stefan Feltens, CEO von Shop Apotheke, sieht sein Unternehmen gut aufgestellt – auch dank der Kooperation mit Apotheken. Außerdem hat er Schwächen bei den neuen Angreifern ausgemacht.

Was Douglas angeht, gibt sich Feltens entspannt: Man habe immer gewusst, dass der Apothekenmarkt auch für branchenfremde Player interessant ist. Daher sei er auch nicht überrascht. Er geht eher davon aus, dass bei Douglas erst einmal Ernüchterung einkehren könnte: Der Arzneimittelbereich sei ein „ganz anderes Geschäft“, hinzu komme, dass bei Disapo erst einmal kräftig investiert werden müssen – „in Logistik, aber nicht nur in Logistik“.

Die Konkurrenz durch Lieferdienste wie Mayd – mit ihrem ebenso schlichten wie offenbar erfolgreichen Leistungsversprechen der schnellen Lieferung von Apothekenprodukten nach Hause – nimmt Feltens aktuell ernster: Zwar sei davon auszugehen, dass insbesondere im Rx-Bereich viele Patienten zu den Chronikern gehörten und deswegen eine planbare Medikation hätten. Doch es könnte sich durchaus herausstellen, dass die Lieferdienste für einige Kunden oder in bestimmten Situationen ein interessantes Angebot darstellten. Man betrachte das Geschehen in den Metropolen sehr genau, sieht allerdings auch noch rechtliche Probleme auf die Anbieter zurollen: „Es gibt aus unserer Sicht aus regulatorischer Sicht noch offene Fragen, etwa was die Weisungsbefugnis angeht“, so Feltens.

Doch auch wenn sich das Angebot etablieren sollte, sei man gewappnet: „Ich bin überzeugt, dass wir mit Shop Apotheke Now! eine gute Plattform haben, um sich wandelnde Bedürfnisse antizipieren und mit entsprechenden Angeboten darauf reagieren zu können.“

Verbindung zu Vor-Ort-Apotheken stärken

Der Expresslieferdienst sei ein wichtiges Angebot auf der eigenen Plattform. Daher gehe es in diesem Jahr auch darum, die Verbindung mit den Apotheken vor Ort zu stärken und sie dabei zu unterstützen, das Geschäft zu skalieren. So werde die Eigenmarke RedCare auch in den Partnerapotheken angeboten, genauso wie die neu eingeführte Kosmetiklinie Skintist. „Wir wollen diesen Bereich ausbauen, sowohl geografisch, als auch was die Optionen angeht.“

Aktuell gibt es Same-Day-Delivery laut Feltens in 13 Metropolregionen; wie viele Partnerapotheken an Bord sind, will er aus wettbewerbsrechtlichen Gründen aber nicht verraten. Man fahre aber einen anderen Ansatz als Mitbewerber: „Wir wollen nur eine begrenzte Anzahl an Partnern, weil nur so sichergestellt ist, dass es für die Apotheken auch von Interesse ist.“ Kämen am Tag 20 bis 30 Bestellungen, sei das nicht attraktiv. Gingen aber hunderte Aufträge täglich ein, sei dies ganz anders. „Und wir reden momentan nur von nicht verschreibungspflichtigen Produkten. Das wird sich mit dem E-Rezept ändern.“

Telemedizin-Angebot expandieren

Ausbauen will Shop Apotheke das Angebot an Telemedizin: „Die Zusammenarbeit mit Zava hat sich sehr gut entwickelt, wir haben bereits mehrere hundert Rezepte über diesen Kanal erhalten“, so Feltens. Bewusst habe man sich aber für eine Kooperation entschieden und gegen eine Integration: „Das gibt uns die Möglichkeit, auch mit mehreren Anbietern zusammenzuarbeiten.“

Bereits jetzt wächst die Zahl der Anbieter auf dem Marktplatz. Erklärtes Ziel ist es, auf diese Weise neue Produktwelten zu platzieren, ohne das eigene Angebot zu kannibalisieren. „Tagtäglich kommen neue Produkte hinzu, wöchentlich wächst die Zahl der Händler“, so Feltens. Für Shop Apotheke soll der Marktplatz zum Umsatz-, Wachstum- und Ergebnistreiber werden.

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