Rowa reserviert Impfstoff

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Berlin - Impfungen in der Apotheke sind im Gespräch. In Pilotregionen werden Patienten bereits in der Offizin gegen Grippe geimpft. Der Automatenhersteller BD Rowa will die Prozesse automatisieren und bietet einen Kühlschrank mit bestandsgeführten Regalschächten an, der mit einer Terminbuchungsplattform vernetzt ist.

BD Rowa bietet Apotheken eine Kombination aus Medizinkühlschrank (Liebherr), dem Vshelf und einer Online-Lösung an. Die Buchungsplattform kommt vom schweizerischen Unternehmen eTermin und kann laut Firmenangaben direkt auf der Website der Apotheke eingebunden werden. Wird ein Termin vereinbart, werden beispielsweise der Raum und der Impfstoff direkt reserviert. Auch Stornierungen und Terminänderungen sind möglich. Die Apotheke müsse einmalig das verfügbare Personal und die Räume anlegen, die verfügbare Ware werde über eine Schnittstelle direkt vom Kühlschrank in die Plattform übertragen, so das Unternehmen.

In Kelberg will man das neue Produktpaket, die Cool Connect-Lösung, ab dem Sommer ausliefern. „In Deutschland zeigt sich verstärkt der Wunsch von Endkunden, Impfungen und weitere Gesundheitsleistungen in der Apotheke zu erhalten. Auch Apotheken sehen immer mehr Chancen in zusätzlichen Angeboten, wie Impfungen, aber auch Kosmetik- und Ernährungsberatung“, sagt Dirk Bockelmann, Global Commercial Director. Logistisch seien diese Dienstleistungen eine Herausforderung. „Denn die Terminbuchung vor Ort in der Apotheke oder via Telefon, die Reservierung von Raum, Ressourcen und die Verfügbarkeit der benötigten Materialien ist bisher ein manueller Prozess.“

Das System könne auch für Buchungen von Veranstaltungen und weitere Dienstleistungen verwendet werden. „Eine weitere potentielle Einsatzmöglichkeit liegt für Apotheken beispielsweise bei Arztpraxen oder Kliniken im Rahmen des Sprechstundenbedarfs – dort kann BD Rowa Cool Connect genutzt werden, um auch einen Überblick über den aktuellen Bestand und mögliche Nachbestellungen zu haben“, so Bockelmann. Insgesamt 100 Lösungen sind laut Firmenangaben auf der Kampagnenwebsite erhältlich.

Rowa führte Ende 2020 eine repräsentative Umfrage unter 1009 Teilnehmern durch. Knapp die Hälfte steht einer Impfung in der Apotheke offen gegenüber. Ein Drittel lehnt dies ab beziehungsweise eher ab. Zur Terminvereinbarung würden 37 Prozent in die Apotheke kommen, 29 Prozent anrufen und 23 Prozent über ein digitales Portal sowie 18 Prozent über die Apotheken-Website gehen. 16 beziehungsweise 15 Prozent würden sich per WhatsApp oder E-Mail melden. Auf die Frage nach Gesundheitsdienstleistungen, die bereits in Anspruch genommen worden seien, antworteten 28 Prozent mit Blutdruckmessung, 19 Prozent mit einer Planung der Medikation und 13 Prozent mit Kosmetikberatung.

Knapp die Hälfte der Befragten haben bislang keine Dienstleistung angefragt. Vorstellbar seien Verbandswechsel und Wundversorgung (47 Prozent), Ernährungsberatung (35 Prozent) und Medikationsplanung sowie Blutdruckmessung (beides 24 Prozent).

 

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