Pfizer: OTC vor dem Verkauf?

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Berlin - Pfizer denkt nach einem Bericht von Reuters über einen Verkauf der OTC-Sparte nach. Wie die Nachrichtenagentur unter Berufung auf Insider meldet, könnten bis zu 14 Milliarden US-Dollar aufgerufen werden. Allerdings befinde man sich noch in der frühen Phase.

Konzernchef Ian Read hatte kurz nach seinem Amtsantritt 2011 zunächst die Unternehmensbereiche Tiergesundheit und Ernährung zur Disposition gestellt. Ein Jahr später kaufte Nestlé die Babynahrungssparte für 11,85 Milliarden Dollar, das Veterinärgeschäft ging unter dem Namen Zoetis an die Börse.

2014 wurde in New York wieder über einen Split nachgedacht: Das Geschäft mit patentgeschützten Originalpräparaten sollte von Generika und Altoriginalen abgespaltet werden. Dazu kam es bislang nicht, Anfang des Jahres wurde die Idee wieder einkassiert. Stattdessen kaufte Pfizer Anfang 2015 den Biosimilar-Hersteller Hospira. In diesem Jahr kamen Anacor (5,2 Milliarden Dollar) und Medivation (14 Milliarden Dollar) dazu. Der Megadeal mit Allergan platzte.

Ob das OTC-Geschäft, mit dem weltweit rund 3,5 Milliarden Dollar umgesetzt werden, tatsächlich verkauft wird, steht laut Reuters noch nicht fest. Noch seien die Gespräche in einer sehr frühen Phase, wird ein Insider zitiert. Bei der Präsentation der Quartalszahlen hatte Read unlängst erklärt, man prüfe permanent, ob die Consumer-Sparte – wie alle anderen Geschäftsbereiche auch – einen größeren Wert inner- oder außerhalb des Konzerns habe.

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