Pfizer: Generika war gestern

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Berlin - Öfter mal etwas Neues: Die Pharmakonzerne stellen ihre Strategie regelmäßig von den Füßen auf den Kopf. Bei Sanofi etwa waren Generika vor einigen Jahren ein wichtiges Zukunftsthema, heute wird laut über einen Verkauf von Zentiva nachgedacht. Auch bei Pfizer haben sich die Hoffnungen auf das schnelle Geschäft hierzulande nicht erfüllt.

Jahrelang war Pfizer mit Originalpräparaten wie Sortis, Viagra und Lyrica der größte Pharmakonzern der Welt. Als die ersten Patente fielen, suchte der Konzern sein Glück auch im generischen Bereich. Novartis, Sanofi und Abbott hatten vorgemacht, dass Berührungsängste fehl am Platz sind. Im März 2009 sicherte sich Pfizer die Rechte, Generika der indischen Hersteller Aurobindo und Claris Lifescience in den USA und Europa vertreiben zu dürfen.

Nach Frankreich, Norwegen, Dänemark und Großbritannien war Anfang 2010 auch Deutschland an der Reihe. Zunächst kamen Fentanyl, Metformin, Simvastatin, Terbinafin, Anastrozol, Risperdon, Losartan, Letrozol und Ondansetron auf den Markt, gelegentlich gab es in der Anfangszeit noch Lieferprobleme.

2012 folgten dann die ersten Konkurrenzprodukte zu hauseigenen Originalpräparaten. Ein Generikum zu Aricept (Donepezil) brachte Pfizer einige Wochen vor Patentablauf Mitte Februar auf den Markt. Neurontin (Gabapentin) konkurrierte ab April mit dem hauseigenen Generikum, Xalatan (Latanoprost) folgte im Juli, Detrusitol (Tolterodin) im September.

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