Apothekenkosmetik

Leti: Von Facebook in die Apotheke Nadine Tröbitscher, 12.03.2018 09:08 Uhr

Berlin - Leti ist bekannt für Desensibilisierungspräparate, seit 2015 bietet der spanische Hersteller außerdem medizinische Hautpflege in deutschen Apotheken an. Um die Entwicklung zu beschleunigen, will das Familienunternehmen nun ins Fernsehen. Gemeinsam mit Partnerapotheken soll parallel dazu getestet werden, ob sich über Facebook Kunden in die Offizin lotsen lassen.

Leti blickt auf eine lange Geschichte zurück. Die Gründung im Jahr 1919 geht auf Arzt Professor Dr. Pedro Domingo Sanjuán und einen Apotheker mit dem Namen Pouplana zurück. In den Laboren wurden Impfstoffe und Penicillin produziert. Erst in den 40er-Jahren fokussierte sich das Laboratio Experimental de Terapéutica Inmunógena (Leti), so die komplette Bezeichnung, auf die Allergenherstellung. Bekannt ist Leti für die Produktion von hoch aufgereinigten – depigmentierten – Desensibilisierungspräparaten.

In Deutschland wurden die patientenindividuellen Lösungen seit 2000 durch Beckmann vertrieben, 2005 übernahm Novartis den Vertrieb von Depigoid und Depiquick. Seit 2016 hat Leti den Vertrieb in eigener Hand. Kürzlich hat das Unternehmen mit Alk Abelló einen großen Konkurrenten überholt und liegt Ende 2017 – gemessen an verkauften Units nach Iqvia-Daten – hinter Allergopharma (Merck) und Hal Allergie (Droege) auf Platz 3 im Markt der SCIT-Präparate. Bei Kinderärzten und im Bereich der Produkte gegen Milben ist Leti Marktführer.

An den Erfolg als Allergieexperte will Leti anknüpfen und sich auch in Deutschland als Hautexperte etablieren. In Spanien hat das Pflegeportfolio den Stellenwert wie Nivea in Deutschland. Hierzulande sind die Produkte zwar in etwa 1500 Apotheken gelistet, die Umsätze erfüllen nicht die Erwartungen. „Wir haben viele Fehler gemacht“, sagt Geschäftsleiter Andy Möckel geradeheraus. „Nur weil wir Studien vorweisen können, räumt der Apotheker noch nicht zwangsläufig seine Sichtwahl um.“

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