Zukunftspakt Apotheke

Kartellamt erlaubt Burda-Einstieg bei IhreApotheken.de

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Berlin -

Das Bundeskartellamt hat den Einstieg des Medienkonzerns Burda bei der Apothekenplattform IhreApotheken.de von Noweda durchgewinkt. Geplant ist die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens.

IhreApotheken.de ist ein zentraler Baustein des Zukunftspakts Apotheke, an dem Burda bislang schon über das Magazin My Life mitwirkt. Hinter der Betreibergesellschaft der Plattform stand bislang alleine die Noweda. Denn die Genossenschaft will vermeiden, dass andere Akteure das Ruder übernehmen könnten.

Um auf der anderen Seite Kapital besorgen zu können, firmiert das Unternehmen seit einem Jahr als Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Noweda hat als Komplementär die alleinigen Stimmrechte, unabhängig vom Kapitalanteil. Eine Übernahme der Plattform durch apothekenfremde Dritte wird damit dauerhaft ausgeschlossen.

Burda übernimmt 35 Prozent

Dass Burda als strategischer Partner einsteigen würde, galt von Anfang an als sicher. Der Konzern erwirbt jetzt einen Anteil von 35 Prozent und stellt dadurch zusätzliche finanzielle Mittel bereit. Über die Höhe wurde nichts bekannt gemacht. Burda soll die Plattform mit seiner großen Reichweite nach vorne bringen.

Das Kartellamt gibt dem Vorhaben seinen Segen: „Wir haben keine Bedenken gegen den Einstieg von Burda bei Noweda. Das Vorhaben folgt dem Trend, Gesundheitsinformationen mit einer Apotheken-Bestellplattform zu verknüpfen, um umfassende digitale Gesundheitsplattformen zu entwickeln“, so Andreas Mundt, Präsident des Bundeskartellamtes.

IhreApotheken.de stehe mit weiteren Plattformen im intensiven Wettbewerb, sei es mit reinen Versandapotheken oder mit „gesund.de“ von Phoenix und Noventi, so Mundt weiter. Auch die Apotheken im Noweda-Verbund seien frei darin zu wählen, welche Plattformen sie nutzen wollen. „Es kommt gerade in dieser frühen Marktphase darauf an, die parallele Nutzung und den Wechsel zwischen Plattformen für Verbraucherinnen und Verbraucher sowie für Apotheken zu ermöglichen“, sagt der Kartellamtschef.

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