Homöopathika

DHU: Neues Logo, neue Packungen

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Berlin -

Frühjahrsputz: Die Deutsche Homöopathie Union (DHU) hat ihr Logo modernisiert und den Verpackungen ein frisches Design verpasst. Am Inhalt und der Qualität der Produkte ändere sich nichts, versichert der Branchenprimus.

13.000 Pharmazentralnummern (PZN) zählt das Einzelmittelsortiment der DHU. Die Umstellung der Palette erfolge schrittweise. Das kann noch eine Weile dauern: Über einen längeren Zeitraum sollen die Produkte parallel in der alten und der neuen Verpackungsgestaltung ausgeliefert werden. An Rezeptur, Inhalt, Herstellung und Qualität der Medikamente ändere sich nichts, so ein Sprecher des Karlsruher Unternehmens. Auch die jeweilige PZN bleibe unverändert.

Die Idee zur Modernisierung des Erscheinungsbilds sei bereits 2011 zum 50-jährigen Jubiläum der DHU entstanden. Der Ruf nach einem zeitgemäßeren Auftritt der rot-weißen Fläschchen sei aus den Reihen der Apotheker gekommen. Das Logo wurde in Form und Farbe geliftet. Das Markenzeichen wird von einem neuen Claim begleitet: „Mit der Kraft der Natur“ stehe für das Nutzversprechen der einzelnen Mittel. Er passe auch zu einigen nicht-homöopathischen Mitteln aus der Linie „Mama Natura“.

Zum prägnanter herausgestellten Logo gesellen sich auf den Flaschen als weitere Gestaltungselemente kleine rote Blättchen in verschiedenen Mustern. Außerdem sind Produkte als „DHU-Original“ gekennzeichnet. Der neue Auftritt solle ein Dach bieten, unter dem alle vier großen Produktbereiche ein Zuhause fänden. Dazu zählen Einzelmittel, Schüßler-Salze, Kombinationsmittel und Mama Natura. Auch hier soll das Corporate Design nach und nach umgearbeitet werden.

Homöopathie sei längst in der alltäglichen Medizin angekommen, sagt der DHU-Sprecher und zitiert eine Umfrage des Allensbach-Instituts von 2014: 60 Prozent der erwachsenen Deutschen gaben hier an, bereits Erfahrung mit der Naturheilkunde gemacht zu haben. Bei einem Viertel der Apotheken zählte sie laut Erhebung des Marktforschungsunternehmens GfK bereits 2012 zu den Beratungsschwerpunkten. So richtig sympathisch und authentisch komme die DHU jedoch erst herüber, wenn sie im „Jetzt“ ankomme, hätten eigene Marktforschungen ergeben.

Die Anfänge der Mutterfirma Dr. Willmar Schwabe reichen bis ins Jahr 1866 zurück. Damals gründete der Namensgeber in Leipzig die „Homöopathische Centralofficin“. Er stellte homöopathische Arzneimittel und kurze Zeit später Schüßler-Salze her. Nach dessen Tod übernahm sein Sohn, ebenfalls Apotheker, 1917 das Geschäft. Zu den bekanntesten Marken zählen heute das Erkältungsmittel Umckaloabo sowie das Ginkgo-Präparat Tebonin, das seit rund 50 Jahren erhältlich ist. Weitere Marken sind Lasea, Prostagutt und Venoplant. Die Tochterfirma Spitzner bietet heute Kosmetik- und Badeprodukte an.

Die DHU wurde 1961 als Deutsche Homöopathie-Union ins Leben gerufen. Das Unternehmen ist mit Erlösen von knapp 150 Millionen Euro auf Basis der Apothekenverkaufspreise (AVP) der führende Hersteller von Homöopathika in Deutschland. Heel liegt mit rund 135 Millionen Euro dicht dahinter, kommt allerdings mit 9,5 Millionen Packungen nur auf die Hälfte des Absatzes. Dr. Willmar Schwabe kommt auf 10 Millionen Packungen und 215 Millionen Euro.

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