Großhändler ziehen Impf-Bilanz

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Berlin -

Nachdem im April 2021 die ambulanten Praxen in die Corona-Impfungen einbezogen wurden, startete die Kampagne richtig durch. Den Impfstoff haben die Apotheken über ihre Großhändler beschafft und ausgeliefert. Laut der Bilanz des Großhandelsverbands Phagro wurden im vergangenen Jahr auf diese Weise 125 Millionen Covid-19-Impfdosen verteilt.

„Das ist in Quantität und Qualität eine Spitzenleistung“, freut sich der Phagro-Vorsitzende André Blümel. Er lobte das professionelle Zusammenwirken von Impfstoffherstellern, dem Zentrallager der Bundeswehr, Apotheken und Großhändler sowie der guten Zusammenarbeit aller Akteure mit dem Bundesgesundheitsministerium (BMG). „Gemeinsam haben wir bis zu 70.000 Arztpraxen, tausende Betriebsärzte, Kliniken, 400 Gesundheitsämter, hunderte Impfzentren und Impfteams mit den temperatursensiblen Präparaten versorgt“, so Blümel.

In der ersten Aprilwoche wurden laut Phagro knapp 940.000 Impfdosen samt Zubehör ausgeliefert, in der zweiten Aprilwoche bereits die Millionengrenze überschritten. Nach der Ankündigung des neuen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD), 30 Millionen zusätzliche Impfungen bis Jahresende erreichen zu wollen, stiegen die Zahlen noch einmal deutlich an: Im Laufe des November haben sich die wöchentlichen Lieferungen laut Phagro auf mehr als 11 Millionen Dosen verzehnfacht. Der Rekordwert wurde demnach in der Woche vom 13. Dezember erreicht, als 15 Millionen Impfdosen ausgeliefert wurden.

Blümel verweist auf die Komplexität der Aufgabe: Für jeden Impfstoff hätten die Großhändler neue logistische Prozesse definieren müssen. Um die technischen Anforderungen zu erfüllen, hätten die Großhändler zudem in Tiefkühllagerkapazitäten investiert, temperaturgeführte Transportbehälter angeschafft und die eigenen Mitarbeiter:innen für den richtigen Umgang mit den Impfstoffen geschult. Zudem habe der Phagro ein umfassendes Monitoring und Reporting-System entwickelt, um dem BMG jederzeit Auskunft über bestellte oder ausgelieferte Impfstoffdosen geben zu können.

Angesichts der Omikron-Welle hat der Großhandel laut Blümel die eigenen Pandemie- und Krisenpläne noch einmal überarbeitet. „Wir sind Teil der kritischen Infrastruktur. Die entscheidenden Prozessschritte sind Handarbeit, das kann kein Roboter.“

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