ZNS: Geld verdienen in der Nische

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Berlin - Für Neuraxpharm spielen Rabattverträge eine wichtige Rolle. Jetzt will sich das mittelständische Generikaunternehmen aus Langenfeld auch mit OTC-Marken einen Platz in der Sichtwahl sichern. Seit kurzem wird Binko in Apotheken verkauft. Hinter dem Unternehmen steht seit 2009 die Strüngmann-Familie, die nach dem Verkauf von Hexal an Novartis auf ein Nebeneinander verschiedener kleinerer Unternehmen setzt.

Derzeit haben zehn Rabattpartner Verträge mit dem Unternehmen abgeschlossen, darunter AOK, Barmer-GEK, DAK, TK, KKH Allianz sowie GWQ und Spectrum K. Beim Unternehmen gelten die Vereinbarungen mit den Kassen als „notwendiges Übel“. Als Generikahersteller gehe es nicht ohne.

Obwohl die Marge damit unter Druck steht, zieht sich bei Neuraxpharm keine „Blutspur“ durch die Bilanz. Vom letzten Jahresumsatz in Höhe von rund 90 Millionen Euro blieb dem Vernehmen nach ein Viertel als Überschuss übrig.

Ein Grund könnte die Fokussierung auf die Nische sein: Neuraxpharm hat sich auf die Behandlung von Krankheiten des Zentralen Nervensystems (ZNS) spezialisiert. Schon ein Jahr nach dem Start 1985 brachte Firmengründer Dieter Gehrmann die sechs Wirkstoffe Oxazepam, Bromazepam, Nitrazepam, Promethazin, Amitriptylin und Haloperidol auf den Markt. Die Präparate gehören noch immer zum Kernsortiment.

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