CEO geht von Bord

DocMorris: Heinrich ist weg

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Berlin -

Bei DocMorris gibt es einen weiteren Abgang. Mitten in der heißen Phase um E-Rezept und Marktplatz hat sich CEO Olaf Heinrich „aus persönlichen Gründen“ entschieden, das Unternehmen zu verlassen. Als Nachfolger springt Walter Hess ein, der derzeit das Geschäft in der Schweiz leitet und schon in der Vergangenheit von Zur Rose dorthin geschickt wurde, wo es brannte.

Heinrich ist seit 2009 CEO von DocMorris und verantwortet seit 2017 das gesamte Deutschlandgeschäft. Verwaltungsratspräsident Professor Dr. Stefan Feuerstein bedankt sich für seinen hohen persönlichen Einsatz: „Olaf Heinrich ist es gelungen, unsere Wachstumsstrategie, die insbesondere auf Europas grössten Medikamentenmarkt Deutschland fokussiert ist, voranzutreiben. Zudem hat er massgeblich dazu beigetragen, Zur Rose als umfassenden Gesundheitsdienstleister und Technologieunternehmen zu positionieren. Die Gruppe ist heute hervorragend aufgestellt, um die Chancen der Digitalisierung im Gesundheitswesen in den kommenden Jahren zu nutzen. Wir wünschen Olaf Heinrich für seine Zukunft beruflich und privat alles Gute.“

Hess übernimmt den Posten mit sofortiger Wirkung. Er hat bereits mehrere Jahre lang das Geschäft von Zur Rose in Halle geleitet und ist nach Unternehmensangaben „mit dem Online-Geschäft, den strategischen Projekten, aber auch mit den Chancen und Herausforderungen in Deutschland bestens vertraut“.

„Walter Hess verfügt über einen ausgezeichneten Leistungsausweis und ist die ideale Besetzung für die verantwortungsvolle Position“, so CEO Walter Oberhänsli. „Er hat das Schweizer Geschäft in den vergangenen Jahren äußerst erfolgreich geleitet und zukunftsweisend ausgerichtet. Wir freuen uns, dass ein starker interner Nachfolger das Deutschlandgeschäft in den kommenden spannenden Jahren in eine neue Dimension führen wird.“

Zu Heinrichs Abgang äußert sich Oberhänsli in der Mitteilung nicht. Das überrascht umso mehr, weil er laut einem Insider die „rechte und linke Hand“ des CEO gewesen ist. Heinrich war der Treiber des Geschäfts in Deutschland; dass er nun – kurz vor dem Start des Marktplatzes und wenige Monate vor der Einführung des E-Rezepts von Bord geht, ist erstaunlich.

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