Dermapharm: Reimport schwach, Gewinn steigt

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Berlin -

Die Geschäfte bei Dermapharm florieren, in den ersten neun Monaten erzielte der Hersteller einen Umsatz- und Ergebnissprung. Dennoch hinkt das Wachstum den ursprünglichen Planungen hinterher, weshalb der Vorstand seine Umsatzprognose für 2021 kürzt. Grund ist der zuletzt schwächere Verlauf bei Parallelimporten (Axicorp).

Gleichzeitig werden aber zunehmend Produkte mit höherer Marge verkauft, weshalb sich das SDax-Unternehmen nun ein besseres operatives Ergebnis für das Jahr ausrechnet. An der Börse überwog die Enttäuschung über die gekürzte Umsatzprognose, die Aktie geriet deutlich unter Druck. Sie fiel als Schlusslicht im SDax mit mehr als 6 Prozent Abschlag auf den tiefsten Stand seit Anfang September. Das Papier war seit Jahresbeginn gut gelaufen, nach dem Rekord bei mehr als 91 Euro Anfang November ging es dann aber abwärts. Trotz der aktuellen Verluste steht bisher in diesem Jahr noch ein Plus von knapp 38 Prozent zu Buche.

Das gekappte Umsatzziel sei ein Grund für weitere Gewinnmitnahmen, hieß es von einem Analysten. Andererseits habe das Wachstum bereits im ersten Halbjahr nicht mit der ursprünglichen Prognose mithalten können.

Gemäß der neuen Ziele soll der Konzernumsatz 2021 um 15 bis 20 Prozent zulegen, bislang hatte das Management um Vorstandschef Hans-Georg Feldmeier noch ein Plus von 24 bis 26 Prozent eingeplant. Für das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) hat der Vorstand nun einen Anstieg von 50 bis 60 Prozent im Visier. Die alte Prognose hatte auf 45 bis 50 Prozent Zuwachs gelautet.

Probleme macht Dermapharm seit einiger Zeit das Parallelimportegeschäft, das auch im vergangenen Quartal weiter rückläufig war. Während dieser Geschäftsbereich zwar gut für ein Viertel der Umsätze steht, bringt er jedoch nur einen Bruchteil des operativen Ergebnisses herein.

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