Apothekenkooperationen

Alliance-Direktor wird Linda-Vorstand

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Berlin -

Die Apothekenkooperation Linda hat einen weiteren Manager des Großhändlers Alliance Healthcare als Vorstand verpflichtet: Volker Karg wird künftig den Geschäftsbereich „Marketing & Vertrieb“ verantworten. Gleichzeitig sollen die Strukturen von Linda und dem Marketing Verein Deutscher Apotheker (MVDA) effizienter werden.

Karg wurde 1971 in Heidenheim geboren und studierte Betriebswirtschaft an der Otto-Friedrichs-Universität in Bamberg. Zunächst war er in der Werbebranche tätig, unter anderem bei der Agentur Ogilvy Healthcare in Frankfurt. Von 2003 bis 2006 war er in der Kosmetikabteilung von Merz tätig, anschließend wechselte er zum Großhändler Anzag und leitete dort die Marketingabteilung. Zuletzt verantwortete er als Großhandelschef sowohl den nationalen Vertrieb als auch den strategischen OTC-Einkauf bei der umfirmierten Alliance Healthcare Deutschland. Im Sommer hatte er seinen Stuhl räumen müssen.

Karg unterstützt den bisherigen Marketingvorstand Georg Rommerskirchen, nun für den neu geschaffenen Bereich „Partnermanagement & Geschäftsentwicklung“ zuständig, und Finanzvorstand Helmut Trahmer. Auch Trahmer war bis 2012 bei der Anzag tätig gewesen.

Der Linda-Vorstand ist nun auch Geschäftsführung der MVDA Service GmbH, die für den Verein Dienstleistungen wie die Organisation von Veranstaltungen, Homepage-Angebote oder Magazine betreut. Der größte Teil der Leistungen wird mittlerweile von Linda erbracht, daher waren die Doppelstrukturen wohl nicht mehr notwendig.

Außerdem wird MVDA-Geschäftsführer Gerd Siemons wohl irgendwann in den kommenden Jahren in Rente gehen. Bundesgeschäftsstellenleiter Lars Diederichs kann sich durch die Auslagerung des Tagesgeschäfts als potenzieller Nachfolger ganz auf die Arbeit für den Verein konzentrieren. Die Organisationsstrukturen hatten MVDA und Linda gemeinsam mit dem Handelsexperten Professor Dr. Dr. Joachim Zentes von der Universität des Saarlands analysiert.

MVDA-Präsident Wolfgang Simons erklärte, in Zeiten, in denen internationale, finanzstarke Unternehmen in den deutschen Arzneimittelmarkt einträten, sei es erforderlich, sich als Kooperation zukunftssicher aufzustellen. „Dafür müssen MVDA und Linda noch enger verzahnt werden.“ Mit der Neuordnung sei der Grundstein gelegt worden.

Grund für die strukturelle Neuordnung ist dem MVDA zufolge das im Herbst beschlossene Positionierungspapier „Linda 2020+“. Mit der Zukunftsstrategie soll das Profil der Dachmarke nachhaltig geschärft und die Kooperation weiterentwickelt werden. Zwei Punkte wurden auf der Roadshow besonders hevorgehoben: das geplante Interaktionsmanagement und eine bessere Unterstützung der Apotheken bei der Nutzung von Facebook.

Insgesamt will Linda in den kommenden Jahren sechs „strategische Grundpfeiler“ mit verschiedenen Elementen angehen: die pharmazeutische Kompetenz, Corporate Identity, Sortimentsleistungen, die Kundenbindung, Service und Dienstleistungen sowie die virtuelle Apotheke. Zu Letzterem gehören beispielsweise die Teilnahme an den Internetseiten von Linda, die Nutzung der Linda-Vorlage für die eigene Internetseite und das Angebot für Soziale Medien sowie die Teilnahme an der Bestellplattform Orderlinda.

Außerdem sollen die Apotheken neue Dienstleistungen anbieten und die bestehenden Marketingkonzepte „leben“. Dazu gehören etwa das Payback-Programm, die ADAC-Vorteilspartnerschaft, Bonusprogramme mit privaten Krankenversicherungen, die Kooperation mit dem Deutschen Fußball-Bund (DFB). Künftig soll es einen „Mitgabeartikel des Monats“ und ein Konzept „greenLinda“ geben.

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