Wenn Bewegungsmangel zu Verstopfung führt

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Neben ausreichend Bewegung spielt aber auch die Ernährung eine wichtige Rolle. Ausreichend Flüssigkeit und Ballaststoffe sind unerlässlich für eine normale Darmtätigkeit. Entgegen gängiger Meinung ist Obst dafür eher wenig geeignet, da hier Ballaststoffe nur in geringer Menge enthalten sind. Besser geeignet sind Gemüse, Hülsenfrüchte und Vollkornprodukte. Auch die aktuellen Superfoods, wie Chia- oder Hanfsamen, können als Topping auf dem Frühstücksmüsli die Verdauung unterstützen. Wer am Laptop zum Naschen neigt, der sollte Gummibärchen und Salzstangen eher gegen Nüsse eintauschen. In einem guten Maß verzehrt führen sie dem Körper wichtige Fettsäuren und Proteine zu.

Wer seinen Speiseplan richtig auf „gesund“ umstellen möchte, der kann vermehrt auf fermentierte Lebensmittel setzen. Dazu gehört zum Beispiel nicht pasteurisiertes Sauerkraut, Kefir oder Kombucha. Diese Lebensmittel sollen nicht nur die Verdauung in Schwung bringen, sondern darüber hinaus sogar das Immunsystem stärken, Allergien vorbeugen und sogar eine präventive Wirkung gegen bestimmte Arten von Krebs haben. Je vielfältiger die Kulturen im Endprodukt sind, desto besser soll die Wirkung sein. Wissenschaftlich ist der Effekt der Nahrungsmittel auf das Mikrobiom des Darms schwer nachweisbar. Da die Bakterien nicht hoch dosiert sind und auch nicht verkapselt vorliegen, bleibt es fragwürdig, wie viele Bakterienstämme in den Darm gelangen. Der Verzehr dieser Lebensmittel ist trotzdem gesund: Der hohe Gehalt an Ballaststoffen kann die Verdauung regulieren.

Wenn nach einiger Zeit allein durch Änderung des Lebensstils keine Besserung erzielt wurde, kann zu medikamentösen Maßnahmen gegriffen werden. Für eine schnelle Abhilfe stehen Klistiere und Zäpfchen zur Wahl. Die Wirkung tritt binnen Minuten ein. Glycerinzäpfchen oder spezielle Miniklistiere mit Lösungen aus Salzen und Zuckeraustauschstoffen sind auch in der Schwangerschaft geeignet. Tropfen oder Tabletten müssen meist zur Nacht eingenommen werden. Natriumpicosulfat oder Bisacodyl entfalten ihre Wirkung dann am Folgetag. Die Anwendung sollte nur im Ausnahmefall erfolgen.

 

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